Die Kündigung beim Darlehen nach 10 Jahren: Vorfälligkeitsentschädigung fällig?

Wie funktioniert die Darlehenskündigung nach 10 Jahren?
Wie funktioniert die Darlehenskündigung nach 10 Jahren?

Lange Zinsbindungsfristen können Fluch und Segen zugleich sein. Steigen die Zinsen seit dem Zeitpunkt des Vertragsschlusses, freut sich der Kreditnehmer. Fällt der marktübliche Zinssatz hingegen, ärgert er sich.

In letzterer Situation befinden sich aktuell viele Darlehensnehmer in Deutschland. Sie müssen weiterhin teure Zinsen zahlen, obwohl der europäische Zinssatz drastisch gefallen ist. Doch das Recht bietet einen Ausweg: Verbrauchern steht ein Sonderkündigungsrecht bei Darlehen nach 10 Jahren zu.

Unter welchen Bedingungen ist eine Kündigung von Darlehen nach 10 Jahren möglich? In diesem Ratgeber finden Sie alle Informationen dazu. Beachten Sie: Dieser Artikel befasst sich mit Festzinsverträgen – Kredite mit veränderlichen Zinssätzen können nämlich jederzeit beendet werden.

Kurz & knapp: Informationen für Schnellleser zur Kündigung beim Darlehen nach 10 Jahren

Für wen gilt die 10-jährige Kündigungsfrist?

Nur Darlehensnehmer können einen Kredit oder ein Darlehen nach 10 Jahren kündigen. Banken haben dieses Privileg hingegen nicht.

Ab wann läuft die Kündigungsfrist?

Die 10-Jahres-Frist beginnt, wenn die gesamte Kreditsumme an den Darlehensnehmer ausgezahlt wurde. Nutzen Sie dieses Sonderkündigungsrecht, können Sie das Darlehen vorzeitig ablösen, ohne dass Sie die Vorfälligkeitsentschädigung zahlen müssen. Beachten Sie jedoch, dass Sie eine sechsmonatige Kündigungsfrist einhalten müssen.

Welche Bedingungen gelten, wenn Sie ein Darlehen kündigen möchten nach 10 Jahren?

Sie können einen Immobilienkredit nur dann nach 10 Jahren kündigen, wenn Sie innerhalb dieses Zeitraumes keine Änderungen im Darlehensvertrag vorgenommen haben. Mehr dazu erfahren Sie hier.

Das Sonderkündigungsrecht für eine Baufinanzierung nach 10 Jahren: Rechtliche Grundlagen im § 489 BGB

Das Recht, eine Kündigung von einem Darlehen nach 10 Jahren auszusprechen, ist im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) verankert:

(1) Der Darlehensnehmer kann einen Darlehensvertrag mit gebundenem Sollzinssatz ganz oder teilweise kündigen, in jedem Fall nach Ablauf von zehn Jahren nach dem vollständigen Empfang unter Einhaltung einer Kündigungsfrist von sechs Monaten; wird nach dem Empfang des Darlehens eine neue Vereinbarung über die Zeit der Rückzahlung oder den Sollzinssatz getroffen, so tritt der Zeitpunkt dieser Vereinbarung an die Stelle des Zeitpunkts des Empfangs. (§ 489 BGB)

Dieser Passus enthält relevante Informationen zur Kündigung beim Darlehensvertrag nach 10 Jahren: Die Frist beginnt mit dem Erhalt der Darlehenssumme oder zum Zeitpunkt der letzten Vertragsanpassung.

Einige Banken versuchen, letzteren Punkt zu ihrem Vorteil zu nutzen und den Ablauf der Frist für Ihre Baufinanzierung zu umgehen.

Vorsicht bei der Kündigung vom Kreditvertrag nach 10 Jahren: Fristverlängerung beachten

Kredit kündigen nach 10 Jahren: Denken Sie an die sechsmonatige Kündigungsfrist!
Kredit kündigen nach 10 Jahren: Denken Sie an die sechsmonatige Kündigungsfrist!

Eine Kündigung von Darlehen ist nach 10 Jahren also möglich. Um dies zu verhindern, kommen einige Kreditinstitute kurz vor Ablauf der Frist auf ihre Kunden zu und unterbreiten eine scheinbar lukrative Anpassung der Vertragskonditionen.

Gehen Sie darauf ein, beginnt die Frist von neuem zu laufen und Sie haben Ihre Chance auf eine lohnende Umschuldung verpasst.

Prüfen Sie ein solches Angebot der Bank dementsprechend eingehend und vergleichen Sie es mit aktuellen, marktüblichen Kreditkonditionen. Vielleicht stellt der Vorschlag lediglich einen Versuch dar, die Frist neu zu starten, damit die Kündigung vom Darlehen nach 10 Jahren nicht mehr möglich ist.

In dieser Situation, kurz vor Ablauf der Frist, sollten Sie daher gut abwägen, ob Sie einer Vertragsänderung zustimmen. Lassen Sie sich im Zweifel zur aktuellen Höhe der Zinsen beraten.

Wie funktioniert die Kreditkündigung nach 10 Jahren?

Verbraucher müssen sich an bestimmte Abläufe halten, damit die Kündigung der Baufinanzierung nach 10 Jahren erfolgreich verläuft.

Kündigungsfrist und Rückzahlung

Es gelten besondere Regelungen für das Sonderkündigungsrecht beim Kredit. Um diesen nach 10 Jahren zu beenden, müssen Sie die sechsmonatige Kündigungsfrist einhalten.

Zudem gilt: Erst wenn diese sechs Monate abgelaufen sind, wird die Kündigung wirksam. Dann haben Sie nur noch zwei Wochen Zeit, die Restschuld zu begleichen. Kommen Sie dem nicht nach, gilt die Beendigung des Darlehens als nicht erfolgt.

Tipp: Kümmern Sie sich daher rechtzeitig um eine Anschlussfinanzierung. Je früher Sie mit einem Vergleich der Konditionen beginnen, desto besser können Sie den aktuellen Markt überblicken.

Fällt eine Vorfälligkeitsentschädigung nach 10 Jahren Vertragslaufzeit an?

Sie haben ein Sonderkündigungsrecht für Ihren Kredit: Nach 10 Jahren dürfen Sie ihn beenden.
Sie haben ein Sonderkündigungsrecht für Ihren Kredit: Nach 10 Jahren dürfen Sie ihn beenden.

Kündigen Sie ein Darlehen innerhalb der vertraglich vereinbarten Zinsbindung, darf die Bank eine Vorfälligkeitsentschädigung verlangen. Wenn Sie Ihren Kredit allerdings erst nach 10 Jahren kündigen, entfällt der Anspruch der Bank.

Dies erklärt sich daraus, dass die Kündigung von einem Darlehen nach 10 Jahren rechtlich als „ordentliche Kündigung“ gilt (§ 489 BGB). Ein Schadensersatz kann aber lediglich bei einer außerordentlichen Kündigung geltend gemacht werden.

Übrigens: Das Sonderkündigungsrecht nach 10 Jahren bleibt bestehen, auch wenn Ihre Bank dieses Recht vertraglich beschneiden möchte (§ 489 BGB, Absatz 4).

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Über den Autor

Autor
Bernd V.

Bernd hat eine abgeschlossene Ausbildung als Einzelkaufmann und arbeitete mehrere Jahre im Elektrofachhandel. Anfang 2020 stieß er zum Team von vorfaelligkeitsentschaedigung.net und arbeitet seitdem für uns als Redakteur. Er schreibt vor allem übers Finanzrecht und gibt Ratschläge zu Darlehen und Kreditverträgen.

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  • Bjørn 4. Januar 2020, 19:25

    Guten Tag,
    ich habe ein Darlehen zu einer Geschäftsübernahme und dessen Modernisierung im Jahr 2008 abgeschlossen. Auszahlung des Forward-ZinsCap-Darlehens war im April des Jahres 2010. Der Vertrag wurde im November 2013 in ein Tilgungsdarlehen mit festem Zinssatz geändert mit dem Hinweis „Diese Mitteilung ist wesentlicher Bestandteil des o.g. Vertrages, der in den hier nicht erwähnten Punkten unverändert Gültigkeit behält“. Ist damit auch die Verlängerung der 10-jährigen Frist bis zum Sonderkündigungsrecht durch Vertragsanpassung ausgeschlossen? Kann ich den Kredit 2020 kündigen?
    Danke

  • Franz 4. Januar 2020, 15:32

    Hallo,
    ich habe 2011 zusammen mit meiner damaligen Lebensgefährtin ein Darlehen mit 15-jähriger Zinsbindung aufgenommen. Nach Trennung im Jahr 2016 hat die Bank meine Lebensgefährtin auf meinen Wunsch hin und ohne weitere Formalitäten „aus der Haftung entlassen“. Sonst ist alles geblieben wie es war.
    Gilt das als vertragsänderung?

    mfG und Dank für die Auskunft

  • Michael 23. Dezember 2019, 15:07

    Hallo, wir haben über die Bausparkasse ein TA-Darlehen (Zinszahlungsdarlehen gekoppelt mit einem Bausparer) abgeschlossen. Auszahlung war im Jahr 2012. Laut mündlicher Auskunft meines Bankberaters gilt das „10 Jahre Sonderkündigungsrecht“ nach BGB 489 für das TA-Darlehen nicht, angeblich weil es nicht Laufzeitgebunden ist?! Dies kann ich nach Recherche im Internet nicht bestätigen, jedoch kann ich hierzu keine wirkliche Aussage finden. Aktuell befinden wir uns in der Phase 1 (Sparphase). Die Sollzinsen sind jedoch für die komplette Laufzeit gebunden.
    Im Vertragstext steht folgendes:
    „Der Darlehensnehmer kann das Vorausdarlehen nur nach den Bedingungen der §§ 489, 490 Abs. 2 BGB kündigen. Kann das Vorausdarlehen nicht nach § 489 BGB gekündigt werden (insbesondere während einer Sollzinsbindung), ist die Bausparkasse zur Annahme einer vorzeitigen vollständigen oder teilweisen Rückzahlung nur dann bereit, wenn der Darlehensnehmer eine mit der Bausparkasse zu vereinbarenden Vorfälligkeitsentschädigung zahlt.“
    Was hat hier der Satz „insbesondere während einer Sollzinsbindung“ zu bedeuten?
    Herzlichen Dank für Ihre Einschätzung

  • Rouven 10. November 2019, 21:57

    Hi, ich hätte eine Frage:

    Auszahlung Darlehen 02/2015
    10Jahre gebunden zu 1,5% Zinsen als Bausparvertrag (bespannen vom Bausparer)
    nach den 10 Jahren wird das Bausparkonto umgewandelt in eine Annuitätendarlehen weitere 7 Jahre gebunden.
    Je nach Summe was eingezahlt wurde zu einem Zinssatz von 1,4% oder 2,5% für weitere 7 Jahre.

    Komme ich nach der Umwandlung von Bauspar in Annuitätendarlehen aus dem Vertrag raus?
    Oder komme ich nicht raus weil direkt nach 10Jahren eine Zinssatzänderung stattfindet?

    Vielen dank und liebe Grüße

  • Andreas 31. Oktober 2019, 16:42

    Hallo,

    ich habe ein Darlehen bei dem die Zinsbindung zum 13.07.2013 abgelaufen ist, bereits am 09.10.2010 verlängert. (Es war eine reine Zinsanpassung (Prolongaton) – keine weitere Änderung). Die neue Zinsbindung endet am 08.12.2025. Welches Datum gilt hier nun für eine Kündigung nach 10 Jahren?
    der 09.10.2010 oder der 13.07.2013?

    Viele Grüße und danke für die Auskunft,
    Andreas

  • Lars 26. September 2019, 13:15

    Hallo,
    ich habe eine Frage zum Zeitpunkt der Kündigung.
    Kann ich ein Darlehen auch schon heute zum Kündigungstermin (01.01.2021 = 10Jahre+6Monate)
    Kündigen, damit ich heute bereits mit einem Forwarddarlehen die Zinsen sichern kann? Oder muß ich damit bis zum 01.07.2020 warten?
    Viel Dank schon jetzt für die Antwort.
    Gruß
    Lars

  • Thomas U. 21. September 2019, 14:35

    Hallo,
    ich habe für eine Anschlussfinanzierung ein Forward-Darlehen abgeschlossen.
    Die Unterzeichnung war am 26.11.2008
    Datum der Zinsanpassung 30.06.2011
    Fortführung des Darlehens ab 01.07.2011
    Zinsfestschreibung bis 30.06.2026 (15 Jahre Zinsbindung)

    Welches Datum ist bei einer Anschlussfinanzierung als Forward-Darlehen beim gleichen Institut für das Sonderkündigungsrecht maßgeblich?
    Das Datum der Unterzeichnung oder das Datum der Fortführung?

    Vielen Dank!

  • Marc 16. September 2019, 0:16

    Hallo, ich wohne nah an der Grenze zur Schweiz und habe 2012 einen Hypothekenvertrag über 17 Jahre mit einer Schweizer Bank abgeschlossen. Nun wollte ich Sie fragen, ob dieses Sonderkündigungsrecht nach BGB §429 auch für mich als deutscher Staatsbürger gilt.
    Vielen Dank für Ihre Hilfe

  • Michael 13. September 2019, 12:04

    Hallo!
    Wir haben einen Vertrag mit einer Zinsbindung von 20 Jahren. Die ersten 12 Jahre sind vorbei. Können wir den Vertrag immer noch ohne Zahlung einer Vorfälligkeit kündigen, mit 6 Monaten Kündigungsfrist? Oder hatten wir dieses Sonderkündigungsrecht nur konkret nach 10 Jahren?
    Vielen Dank!

  • Markus 29. August 2019, 8:56

    Hallo,
    ich habe 2014 ein Baudarlehen mit 15-jähriger Zinsbindung, also bis 2029 abgeschlossen. 2017 hatte ich ein schwieriges Jahr und habe deshalb 3 Monate die Tilgung ausgesetzt. Die Zinsen wurden aber ganz normal weiter bezahlt.
    1. Frage: Da am Kreditvertrag nichts verändert wurde und ich dadurch ja nur ein bisschen mehr Zinsen bezahlt habe -> Kann ich trotzdem den Kreditvertrag nach 10 Jahren, also 2024 kündigen?
    2. Frage: Wenn man Sondertilgungen macht, die vertraglich vereinbart sind -> Hat dies Einfluss auf dieses Kündigungsrecht nach 10 Jahren?

    Vielen Dank vorab für die Hilfe!!!
    Viele Grüße

  • York 19. August 2019, 11:39

    Guten Morgen,

    gilt die 10-Jahres-Kündigungsfrist nur für Immobilienfinanzierung. Konkret geht es um die Finanzierung einer Windkraftanlage, die über 15 Jahre Gesamtlaufzeit finanziert ist. Gelten hier die gleichen Bestimmungen wie für die Baufinanzierung?

    Vielen Dank für eine kurze Rückmeldung.

    Mit besten Grüßen

    York

  • Thomas 10. August 2019, 11:59

    Ich habe im August 2010 zwei Kredite für ein Haus (Kfw + normales Darlehen) abgeschlossen.
    2017 habe ich bei einer anderen Bank einen Kredit aufgenommen mit dessen Hilfe ich unter anderem das Kfw Darlehen vorzeitig zurückgezahlt habe. Für diesen neuen Kredit hat jedoch die ursprüngliche Bank Teile der Grundschuld abgetreten (in Höhe der nicht mehr benötigten Sicherheiten).
    Läuft die 10 Jahresfrist nun ab 2010 oder ab 2017?

    Danke für Ihre Einschätzung!

    • vorfaelligkeitsentschaedigung.net 16. August 2019, 15:40

      Hallo Thomas,

      kam es zu einer Vertragsänderung, ist von einer verlängerten Frist auszugehen. Ein Experte kann die Unterlagen prüfen und Sie beraten.

      Vorfaelligkeitsentschaedigung.net

  • Nicole 1. Juli 2019, 10:10

    Ich habe auch eine Frage:
    Der kredit für meine Wohnung wurde mir 2007 komplett ausbezahlt. Nun möchte ich die Wohnung verkaufen aber schon vor Ablauf der 6-monatigen Kündigungsfrist die Löschungsbewilligung der Bank erhalten, damit der neue Eigentümer seine Grundschuld dort eintragen lassen kann. Wie soll ich vorgehen? Jetzt den Vertrag kündigen und dann den Antrag stellen, noch vor Ablauf der 6 Monate wegen Verkaufs die volle Summe tilgen und damit die Löschungsbewilligung erhalten zu dürfen? Wird dann die Vorfälligkeitsentschädigung nur über die 6 Monate berechnet?
    Vielen Dank für die Auskunft

    • vorfaelligkeitsentschaedigung.net 5. Juli 2019, 15:54

      Hallo Nicole,

      das beste Vorgehen besprechen Sie am besten mit einem Anwalt oder einem Fachmann für Immobilienfinanzierungen. Aus der Ferne und ohne einen Blick auf die Unterlagen geworfen zu haben, lässt sich nur schwer eine Einschätzung treffen.

      Vorfaelligkeitsentschaedigung.net

  • Marco St. 28. Juni 2019, 13:05

    Hallo,
    ich muss auch mal fragen:
    Unser KfW Darlehen 124 wurde am 19.07.2011 voll ausgezahlt. Daraus ergibt sich nach §489 BGB ein Kündigungstermin nach Fristablauf zum 19.01.2022. Nun bestätigt die Bank die Kündigung erst zum 30.03.2022, da die KfW das Darlehen nur quartalsweise abrechnet. Das scheint mir zwar für die Bank einfach zu sein, jedoch sehe ich den unmittelbaren Zusammenhang zur Kündigung nicht. Kann das überhaupt rechtens sein?
    VG

    • vorfaelligkeitsentschaedigung.net 28. Juni 2019, 15:26

      Hallo Marco,

      rechtliche Beratung erhalten Sie bei einem Anwalt. Wir dürfen an dieser Stelle keine kostenlose Rechtsberatung anbieten.

      Vorfaelligkeitsentschaedigung.net

  • Frau Kleine 14. Juni 2019, 12:25

    Hallo,
    wir haben im 09/2011 einen Vertag über 15 Jahre abgeschlossen. Eine fristgerechte Kündigung ist bereits erfolgt zum 03/2022. Nun aber die Frage: Könnten wir bereits vorher mit Vorfälligkeitsentschädigung aus dem Vertag? Wir wollen die Immobilie behalten. Würden die VFE dann bis 03/2022 berechnet oder bis Ende der Laufzeit von 15 Jahren?
    LG

  • Lütke 17. Mai 2019, 19:43

    Hallo,
    Mal eine Frage zu der 10 jährigen Frist zur Kündigung:
    Kredit Vertrag wurde 2001 abgeschlossen.
    2009 gab es eine vertrags Änderung mit einer neuen Zinsbindung für 15 Jahre, die ab 2012 gültig wurde.
    An wann zählen nun die 10 Jahre, 2009 vom Vertrags Abschluss her, oder 2012 ab Gültigkeit der Änderung?
    Vielen Dank

    • vorfaelligkeitsentschaedigung.net 29. Mai 2019, 14:04

      Hallo,

      kam es zu einer Vertragsänderung, so gilt diese als neues Datum, ab welchem die Frist läuft.

      Vorfaelligkeitsentschaedigung.net

  • Sascha W. 13. Mai 2019, 23:58

    Ergänzende Fragen:
    Wie werden Brieflaufzeiten berücksichtigt, eine Kündigung muss ja empfangen werden (hab ich mal in einer Vorlesung gelernt;) oder wäre eine Kündigung (vorab) per Fax ratsam?

    Merci
    Sascha

    • vorfaelligkeitsentschaedigung.net 29. Mai 2019, 14:01

      Hallo Sascha,

      entscheidend ist der pünktliche Eingang beim Empfänger.

      Vorfaelligkeitsentschaedigung.net

  • Sascha W. 13. Mai 2019, 23:54

    Guten Tag,

    Szenario: vollständige Auszahlung 13.8.2010
    Anschlussfinanzierung Forward 28.2.2021
    Zinsbindung ursprünglich 2024, also 489 BGB

    Meine Frage:
    Nach Kündigung nach dem 13.8.2020 wird die Frist immer zwingend mit ganz genau 6 Monaten berechnet oder wäre auch z. B. am 14.8.2020 eine Kündigung ausdrücklich mit Wunsch-Wirksamkeit zum 28.2.2021 möglich auszusprechen?

    So wie ich alle Kommentare bislang verstanden habe, kann ab dem 14.8. gekündigt werden, also z. B. auch am 25.8. oder 3.9., nicht wahr?

    Da das Forward-Darlehen bei der anderen Bank erst am 28.2.2021 zur Verfügung gestellt wird, wäre es doch sicher ratsam, die Kündigung erst Ende August 2020/Anfang September 2021 auszusprechen?

    Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie mir die Fragen kurz beantworten könnten.
    (Vor allem zur „Wunsch-Wirksamkeit“)

    Danke im Voraus!
    Sascha

    • vorfaelligkeitsentschaedigung.net 29. Mai 2019, 14:01

      Hallo Sascha,

      die Kündigungsfrist beträgt immer genau sechs Monate. Wann in Ihrem Fall die Kündigung zu empfehlen ist, kann am besten ein Anwalt bzw. Finanzexperte beurteilen.

      Vorfaelligkeitsentschaedigung.net

  • Michael N. 14. April 2019, 16:03

    Darlehen Auszahlung erfolgte 17.04.2009, muss ich zum 18.04.2019 kündigen oder zum 18.10.2019 damit ich es am 18.10.2019 ablösen kann?

    • vorfaelligkeitsentschaedigung.net 23. April 2019, 15:20

      Hallo Michael,

      die Kündigung muss am 18.04.2019 bei der Versicherung eingehen. Hinzugerechnet wird jedoch noch die sechsmonatige Kündigungsfrist, sodass die Kündigung zum 18.10. gültig wird.

      Vorfaelligkeitsentschaedigung.net

  • Michael K. 20. März 2019, 21:58

    Guten Abend,
    wir beabsichtigen ein im Jahr 2011 mit der d-Bank abgeschlossenen (und ausgezahlten) Darlehensvertrag, der mit einer Laufzeit von 15 Jahren abgeschlossen worden war, gem. Paragraph 489 BGB zu kündigen (Kündigung dann im Jahr 2021). Allerdings haben wir zwischenzeitlich eine vertraglich vorab vereinbarte Erhöhung der Tilgungsrate in Anspruch genommen. Es wurde weder der Sollzinssatz geändert noch wäre das Darlehen (auch mit Erhöhung der Tilgung) nach Ablauf der 15 Jahre vollständig zurückgezahlt. Kann die Bank sich darauf berufen, dass es sich bei Erhöhung der Tilgung um eine Vertragsänderung handelt, obwohl die zweimalige Änderung des Tilgungssatzes während der Laufzeit bereits bei Abschluss des Darlehensvertrag vereinbart war?
    Über eine Antwort würden wir uns sehr freuen!

    Danke

    MK

    • vorfaelligkeitsentschaedigung.net 1. April 2019, 11:12

      Hallo Michael,

      ist das Recht vertraglich festgehalten, sollte es sich im Regelfall nicht um eine Änderung handeln. Genaue Informationen erhalten Sie bei einem Anwalt.

      Vorfaelligkeitsentschaedigung.net

  • Olivier 12. März 2019, 13:03

    Guten Tag,
    Gilt es nur für private Leute, oder auch für eine GmbH als Darlehensnehmerin?
    Danke und Gruß!

    • vorfaelligkeitsentschaedigung.net 1. April 2019, 11:10

      Hallo Olivier,

      dies müsste im Regelfall auch für eine GmbH gelten.

      Vorfaelligkeitsentschaedigung.net

  • Michael 20. Februar 2019, 15:15

    Hallo,
    ich lese unter den Kommentaren immer wieder, dass eine Vertragsänderung dazu führt, dass ab diesem Zeitpunkt der Änderung die 10-Jahres Frist läuft. Im Gesetz steht allerdings …“wird nach dem Empfang des Darlehens eine neue Vereinbarung über die Zeit der Rückzahlung oder den Sollzinssatz getroffen“ …
    Konkret habe ich ein Darlehen das 27.09.2010 voll ausgezahlt wurde. In 03.14 war eine Änderung der Darlehensnummer und Mitaufnahme eines weiteren Schuldners. Valuta, Rate, Tilgung, Zins und Zinsbindungsende blieben identisch. Ab wann läuft in diesem Fall die Frist ? und wodurch ist der neue Fristbeginn ab Vertragsänderung gerechtfertig, wenn sich weder Sollzins noch Zeit der Rückzahlung verändert haben?

    • vorfaelligkeitsentschaedigung.net 1. April 2019, 11:02

      Hallo Michael,

      in Ihrem Fall sollte die Vertragsänderung dazu geführt haben, dass die Frist ab 03/14 läuft. Ein Anwalt kann die Vertragsunterlagen prüfen und Sie detailliert beraten.

      Vorfaelligkeitsentschaedigung.net

  • Steven 6. Februar 2019, 16:15

    Hallo,
    vielen Dank erst mal für die bereit gestellten Informationen.

    Gilt das Sonderkündigungsrecht alle 10 Jahre? Also wenn Erhalt der Darlehenssumme am 01.02.2010 war, kann dann zum 01.02.2020 und 01.02.2030, usw. gekündigt werden oder wirklich nur „einmalig“ nach 10 Jahren? In diesem Beispiel also nur zum 01.02.2020?

    Vielen Dank und Gruß
    Steven

    • vorfaelligkeitsentschaedigung.net 1. April 2019, 10:49

      Hallo Steven,

      dies gilt einmalig zehn Jahre nach dem vollständigen Empfang der Darlehenssumme.

      Vorfaelligkeitsentschaedigung.net

  • Sandra 4. Februar 2019, 17:40

    Hallo,
    fängt bei einem Annuitätendarlehen mit gebundenem Sollzins (Unveränderliche Monatsrate, bestehend aus veränderlichem Zins+Tilgungsanteil) die 10 Jahresfrist ebenfalls neu an, wenn innerhalb der ersten Zinsbindungsfrist bei gleichbleibender Monatsrate der Tilgungsanteil erhöht wurde?

    Gruß
    Sandra

    • vorfaelligkeitsentschaedigung.net 1. April 2019, 10:47

      Hallo Sandra,

      sofern dazu eine Anpassung des Vertrages notwendig war, gilt dies in der Regel als Änderung.

      Vorfaelligkeitsentschaedigung.net

      Vorfaelligkeitsentschaedigung.net

  • Andreas 21. Januar 2019, 12:14

    Hallo,
    ich habe eine Bauspar-Vorfinanzierung mit 15 Jahren Zinsfestschreibung + Ansparung BSV in dieser Zeit abgeschlossen. Nun habe ich nach 4 Jahren meine Immobilie spontan verkauft. Die BSK bietet mir einen Sicherheitentausch an. Verpfändung Bargeld auf einem Festgeldkonto. Habe ich dadurch in ein oder zwei Jahren, wenn ich kein neues Objekt finde, ein Sonderkündigungsrecht ohne Vorfälligkeitsentgelt da das Darlehen nicht mehr durch Grundschulden abgesichert ist?

    • vorfaelligkeitsentschaedigung.net 25. Januar 2019, 10:59

      Hallo Andreas,

      im Normalfall können Sie zehn Jahre nach vollständiger Auszahlung der Darlehenssumme vorzeitig kündigen, ohne eine Vorfälligkeitsentschädigung zahlen zu müssen. Wie es sich in Ihrem Fall verhält, kann ein Experte nach Durchsicht der Unterlagen bewerten.

      Vorfaelligkeitsentschaedigung.net

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