Bonitätsprüfung: Wie kreditwürdig sind Sie?

Kurz & knapp: Informationen zur Bonitätsprüfung

Was wird bei der Bonitätsprüfung geprüft?

Im Rahmen der Bonitätsprüfung wird ermittelt, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass eine Person ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen kann und will. Dazu werden verschiedene Daten, wie zum Beispiel Informationen zu laufenden Verträgen und bisherigen Zahlungsausfällen, analysiert. Mehr dazu erfahren Sie hier.

Wie kann man die Bonität prüfen?

Möchten Sie die Bonität einer Person oder eines Unternehmens prüfen lassen, müssen Sie sich an eine der bekannten Wirtschaftsauskunfteien, zum Beispiel die SCHUFA, wenden.

Wann hat man eine schlechte Bonität?

Bei der SCHUFA gilt: Je niedriger der Score ist, desto schlechter wird die Kreditwürdigkeit bewertet. Schon ab einem Wert von 90 wird von einem deutlich erhöhten Risiko von Zahlungsausfällen ausgegangen. Der Score verschlechtert sich unter anderem dadurch, wenn Sie Ihren Dispositionskredit mehrfach überziehen, Kreditraten zu spät zahlen, die Insolvenz anmelden oder viele Kreditanfragen stellen.

Kann jeder meine Bonität prüfen?

Eine Bonitätsprüfung können nur Unternehmen oder andere Vertragspartner durchführen lassen, wenn diese ein berechtigtes Interesse daran haben – also etwa, wenn Sie einen Kredit aufnehmen möchten – oder wenn Sie dem Vorgang zustimmen. Übrigens können Sie auch selbst Ihre eigene Bonität prüfen lassen. Mehr dazu erfahren Sie hier.

Was umfasst eine Bonitätsprüfung? Eine einfache Definition

Bonitätsprüfung: Was ist das?
Bonitätsprüfung: Was ist das?

Was ist eine Bonitätsprüfung eigentlich genau? Dabei wird die Bonität – also die Kreditwürdigkeit – einer Person untersucht. Der Hintergrund: Möchten Sie beispielsweise einen Mobilfunkvertrag abschließen oder einen Kredit aufnehmen, möchte der Vertragspartner vorher wissen, ob Sie dazu in der Lage sind, Ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. So schützt er sich vor teuren Zahlungsausfällen.

Im Rahmen der Bonitätsprüfung wird untersucht, ob Sie zum einen finanziell dazu in der Lage und zum anderen auch gewillt sind, alle Zahlungen zu leisten. Häufig setzen Unternehmen dabei auf die Hilfe von sogenannten Wirtschaftsauskunfteien, wie etwa der SCHUFA. Diese speichern relevante Informationen über Privatpersonen und andere Unternehmen. Dazu zählen etwa:

  • Angaben zu laufenden Krediten und Verträgen
  • Anzahl der Konten
  • offene Forderungen
  • gezahlte Forderungen
  • laufende Inkassoverfahren
  • Anmeldung der Privatinsolvenz
  • Abgabe der Vermögensauskunft

Aus diesen Informationen ermittelt die Auskunftei im Rahmen der Bonitätsprüfung einen sogenannten Score. Dieser gibt an, wie wahrscheinlich es ist, dass der Geprüfte seinen Zahlungsverpflichten nachkommen kann und will.

Erhalten Sie einen Kredit, ohne dass eine Bonitätsabfrage durchgeführt wird?

Beim Bonitätscheck durch SCHUFA & Co. wirken sich unbezahlte Kreditkartenrechnungen negativ aus.
Beim Bonitätscheck durch SCHUFA & Co. wirken sich unbezahlte Kreditkartenrechnungen negativ aus.

Ist das Auto kaputt und muss dringend ersetzt werden, müssen viele auf einen Kredit zurückgreifen. Leider macht die schlechte Kreditwürdigkeit so manchem einen Strich durch die Rechnung. Betroffene fragen sich häufig: Gibt es auch einen Kredit ohne Bonitätsprüfung für Privatpersonen?

Alle deutschen Banken sind dazu verpflichtet, eine solche Überprüfung vorzunehmen. Eine Alternative kann ein Privatkredit sein. Hier wird zwar auch die Bonität geprüft, allerdings legen die Geldgeber hier häufig einen weniger großen Wert auf die SCHUFA-Auskunft, sondern schauen mehr auf ein regelmäßiges Einkommen.

Häufig finden Sie auch Angebote von sogenannten Kreditvermittlern. Diese vermitteln meist Kredite aus dem Ausland. Kreditgeber, die nicht in Deutschland sitzen, setzen bei der Bonitätsprüfung nicht auf SCHUFA & Co., sondern prüfen die Kreditwürdigkeit auf anderem Wege. Haben Sie ein gutes Einkommen, können Sie dort häufig einen Kredit erhalten. Beachten Sie jedoch, dass für Kredite dieser Art häufig sehr hohe Zinsen verlangt werden. Schwarze Schafe auf dem Markt zwingen ihre Kunden außerdem dazu, teure zusätzliche Versicherungen abzuschließen.

Warum Sie selbst regelmäßig einen Bonitätscheck durchführen lassen sollten

Planen Sie, einen Vertrag abzuschließen oder einen Kredit aufzunehmen, dann wird die andere beteiligte Partei zunächst eine Bonitätsprüfung durchführen lassen. Möchten Sie Absagen vermeiden, ist es hilfreich, wenn Sie wissen, wie es um Ihre Bonität bestellt ist. Aus diesem Grund empfiehlt es sich, regelmäßig Ihre eigene Bonität zu prüfen.

Es gibt einen weiteren Grund, warum Sie regelmäßig eine eigene Bonitätsprüfung durchführen sollten: Häufig enthalten die Auskünfte der Wirtschaftsauskunfteien falsche oder veraltete Informationen. Diese sorgen dafür, dass Ihre Kreditwürdigkeit schlechter eingeschätzt wird, als sie tatsächlich ist. Das kann wiederum zu Absagen bei Kreditanfragen oder schlechteren Konditionen führen.

Finden Sie falsche oder veraltete Informationen, müssen Sie die Löschung bei der betreffenden Auskunftei schriftlich beantragen. Erklären Sie den Sachverhalt und legen entsprechende Nachweise bei. Außerdem empfiehlt es sich, wenn Sie eine Kopie Ihres Personalausweises beifügen, um Ihre Identität zu bestätigen.

Wie können Sie Ihre eigene Bonität prüfen?

Beantragen Sie diese, muss die Auskunftei Ihnen eine kostenlose Bonitätsauskunft zusenden.
Beantragen Sie diese, muss die Auskunftei Ihnen eine kostenlose Bonitätsauskunft zusenden.

Sie können eine Bonitätsprüfung online kostenlos beantragen. Die Wirtschaftsauskunfteien sind nämlich laut Artikel 15 der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) dazu verpflichtet, Ihnen auf Anfrage in regelmäßigen Abständen eine kostenlose Selbstauskunft zukommen zu lassen.

Dazu finden Sie auf den Websites der Anbieter entsprechende Antragsformulare. Die Auskunftei wird Ihre Anfrage bearbeiten und Ihnen die Informationen per Post zuschicken.

Neben den Wirtschaftsauskunfteien selbst gibt es mittlerweile noch andere Anbieter, bei denen Sie eine Bonitätsauskunft kostenlos online erstellen lassen können. Häufig müssen Sie diesen Ihre Kontoinformationen zur Verfügung stellen. Die Anbieter analysieren dann Daten wie Einkommen, laufende Kredite und ähnliches, um Ihre Kreditwürdigkeit zu ermitteln.

Quellen und weiterführende Links

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