Wieso fällt eine Vorfälligkeitsentschädigung beim Verbraucherdarlehen an?

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Vorfälligkeits­entschädigung vermeiden, Kredit umschulden, Zinslast senken …

In vielen Immobilienkreditverträgen ist die Widerrufsbelehrung falsch oder fehlerhaft. Für Sie als Verbraucher bedeutet das, dass Sie die Vorfälligkeits­entschädigung vermeiden bzw. zu bereits gezahlte Vorfälligkeits­entschädigung zurückfordern können.

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Auch bei Verbraucherdarlehen kann eine Vorfälligkeitsentschädigung drohen.

Auch bei Verbraucherdarlehen kann eine Vorfälligkeitsentschädigung drohen.

Eine Vorfälligkeitsentschädigung soll für den Schaden aufkommen, welche einer Bank bei einem Vertragsbruch durch einen Darlehensnehmer entstehen. Setzt dieser beispielsweise eine Umschuldung innerhalb der Zinsbindung durch, entgehen der Bank aufgrund der vorzeitigen Rückzahlung Raten, mit welchen sie fest gerechnet hat.

Doch wie hoch darf der Schadensersatz sein? Meist handelt es sich bei Kreditverträgen um Verbraucherdarlehensverträge, welche zwischen einer privaten und einer gewerblichen Partei geschlossen werden. Gelten hierfür besondere Regelungen?

Icon VorfälligkeitsentschädigungKurz & knapp: Informationen zum Verbrauchervertrag für Schnellleser

  • Ein Verbraucherkredit oder –darlehen wird zwischen einer Privatperson und einem Unternehmer geschlossen.
  • Das Recht unterscheidet zwischen zwei Arten von Verbraucherkrediten: Immobiliar-Verbraucherdarlehen sind mit einem Grundpfand abgesichert, allgemeine Verbraucherdarlehen hingegen nicht.
  • Bei Verbraucherdarlehen wird eine Vorfälligkeitsentschädigung bei einer vorzeitigen Kündigung fällig.
  • Die Berechnung der Vorfälligkeitsentschädigung hängt bei Verbraucherdarlehen vom Vertragstyp ab. Beim allgemeinen Verbraucherkreditvertrag ist sie auf maximal 1 Prozent der Restschuld begrenzt.

Allgemein- oder Immobiliar-Verbraucherdarlehen? Unterschiede im Recht

Die Richtlinien zu Verbraucherdarlehen sind im § 491 des Bürgerlichen Gesetzbuchs (BGB) festgehalten:

(1) […] Verbraucherdarlehensverträge sind Allgemein-Verbraucherdarlehensverträge und Immobiliar-Verbraucherdarlehensverträge.[…]
(2) Allgemein-Verbraucherdarlehensverträge sind entgeltliche Darlehensverträge zwischen einem Unternehmer als Darlehensgeber und einem Verbraucher als Darlehensnehmer.[…]
(3) Immobiliar-Verbraucherdarlehensverträge sind entgeltliche Darlehensverträge zwischen einem Unternehmer als Darlehensgeber und einem Verbraucher als Darlehensnehmer, die
1. durch ein Grundpfandrecht oder eine Reallast besichert sind oder
2. für den Erwerb oder die Erhaltung des Eigentumsrechts an Grundstücken, an bestehenden oder zu errichtenden Gebäuden oder für den Erwerb oder die Erhaltung von grundstücksgleichen Rechten bestimmt sind.[…]“

Eine Vorfälligkeitsentschädigung fällt bei beiden Arten von Krediten an, wenn ein Darlehensnehmer eine vorzeitige Rückzahlung vornimmt. Allerdings variiert die Höhe des Schadensersatzes je nachdem, welche Sorte Vertrag gebrochen wurde.

Im Folgenden erfahren Sie, wie die Berechnung der Vorfälligkeitsentschädigung bei allgemeinen und grundpfandrechtlich abgesicherten Verbraucherdarlehen funktioniert.

Die Berechnung der Vorfälligkeitsentschädigung beim einer vorzeitigen Rückzahlung des Ratenkredits

Beim allgemeinen Verbraucherkredit ist die Vorfälligkeitsentschädigung schnell berechnet.

Beim allgemeinen Verbraucherkredit ist die Vorfälligkeitsentschädigung schnell berechnet.

Allgemeine Verbraucherdarlehen werden ebenfalls als „Ratenkredit“ bezeichnet. Dieser umfasst in der Regel vergleichsweise geringe Summen – daher können Banken auf Sicherheiten verzichten. Möchten Sie einen solchen Verbraucherkredit vorzeitig – also innerhalb der Zinsbindung – beenden, steht Ihrer Bank eine Vorfälligkeitsentschädigung zu.

Je nachdem, wie lange der Vertrag noch regulär laufen müsste, fällt die Summe unterschiedlich hoch aus (§ 502 BGB):

  • Beträgt die restliche Laufzeit mehr als ein Jahr, darf die Höhe der Vorfälligkeitsentschädigung 1 Prozent der Restschuld nicht übersteigen.
  • Bei einer Restlaufzeit unter einem Jahr darf eine Bank nicht mehr als 0,5 Prozent der noch zu zahlenden Summe als Entschädigung verlangen.
Obwohl die außerplanmäßige Zahlung für Darlehensnehmer ärgerlich ist, hält sich Höhe des Betrags durch die gesetzliche Deckelung in Grenzen.

Grundpfandrechtlich abgesicherte Darlehen: teure Entschädigungen

§ 502 BGB legt allerdings keine Begrenzung der Höhe der Vorfälligkeitsentschädigung beim Immobiliar-Verbraucherkredit fest. Eine genaue Berechnung all jener Schäden, welche der Bank durch die vorzeitige Kündigung entstehen, ist daher notwendig.

Die ermittelte Summe erreicht nicht selten fünf- oder sechsstellige Beträge. Diese sind vom Darlehensnehmer zu zahlen.

Allerdings sollten Sie die Forderung der Bank überprüfen lassen, bevor Sie diese zahlen. Die genaue Berechnung ist kompliziert anzustellen – nicht selten schleichen sich Fehler ein.

Die Vorfälligkeitsentschädigung umgehen?

Sie können die Vorfälligkeits­entschädigung beim Verbraucherdarlehen umgehen.

Sie können die Vorfälligkeits­entschädigung beim Verbraucherdarlehen umgehen.

Beenden Sie Ihren Kreditvertrag 10 Jahre nach der Auszahlung der Summe, können Sie von einem Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen.

Gemäß § 489 BGB darf eine Kündigung nach 10 Jahren keine Entschädigungsforderung seitens der Bank nach sich ziehen.

Sie können die Vorfälligkeitsentschädigung auch umgehen, wenn Ihr Darlehensvertrag eine fehlerhafte Widerrufsbelehrung enthält. In diesem Fall brauchen Sie Ihren Kredit nicht zu kündigen, sondern können es widerrufen und dabei viele Zinsen sparen.

Hierfür ist es allerdings ratsam, einen versierten Anwalt zur Hilfe zu nehmen. Viele Banken weigern sich nämlich zu Beginn, einen Widerruf zu akzeptieren.

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Vorfälligkeits­entschädigung vermeiden, Kredit umschulden, Zinslast senken …

In vielen Immobilienkreditverträgen ist die Widerrufsbelehrung falsch oder fehlerhaft. Für Sie als Verbraucher bedeutet das, dass Sie die Vorfälligkeits­entschädigung vermeiden bzw. zu bereits gezahlte Vorfälligkeits­entschädigung zurückfordern können.

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