Die Kündigung beim Darlehen nach 10 Jahren: Vorfälligkeitsentschädigung fällig?

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Vorfälligkeits­entschädigung vermeiden, Kredit umschulden, Zinslast senken …

In vielen Immobilienkreditverträgen ist die Widerrufsbelehrung falsch oder fehlerhaft. Für Sie als Verbraucher bedeutet das, dass Sie die Vorfälligkeits­entschädigung vermeiden bzw. zu bereits gezahlte Vorfälligkeits­entschädigung zurückfordern können.

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Wie funktioniert die Darlehenskündigung nach 10 Jahren?

Wie funktioniert die Darlehenskündigung nach 10 Jahren?

Eine Kündigung ist beim Darlehen nach 10 Jahren möglich, ohne eine Vorfälligkeitsentschädigung zu riskieren. Allerdings darf der Vertrag für dieses Sonderkündigungsrecht innerhalb dieses Zeitraum nicht verändert worden sein.

Lange Zinsbindungsfristen können Fluch und Segen zugleich sein.

Steigen die Zinsen seit dem Zeitpunkt des Vertragsschlusses, freut sich der Kreditnehmer. Fällt der marktübliche Zinssatz hingegen, ärgert er sich.

In letzterer Situation befinden sich aktuell viele Darlehensnehmer in Deutschland. Sie müssen weiterhin teure Zinsen zahlen, obwohl der europäische Zinssatz drastisch gefallen ist. Doch das Recht bietet einen Ausweg: Verbrauchern steht ein Sonderkündigungsrecht bei Darlehen nach 10 Jahren zu.

Unter welchen Bedingungen ist eine Darlehenskündigung nach 10 Jahren möglich? In diesem Ratgeber finden Sie alle Informationen dazu. Dieser Artikel befasst sich mit Festzinsverträgen – Kredit mit veränderlichen Zinssätzen können jederzeit beendet werden.

Icon Vorfälligkeitsentschädigung

Kurz & knapp: Informationen für Schnellleser zur Kündigung beim Darlehen nach 10 Jahren

  • Nur Darlehensnehmer können ein Kredit oder Darlehen nach 10 Jahren kündigen: Banken haben dieses Privileg nicht.
  • Sie können einen Immobilienkredit nur dann nach 10 Jahren kündigen, wenn Sie innerhalb dieses Zeitraumes keine Änderungen im Darlehensvertrag vorgenommen haben.
  • Bei der Sonderkündigung gilt eine Kündigungsfrist von sechs Monaten.
  • Die 10-Jahresfrist beginnt mit der Auszahlung der gesamten Kreditsumme an den Darlehensnehmer.
  • Das Darlehen kündigen: Nach Ablauf von 10 Jahren fällt keine Vorfälligkeitsentschädigung an!

Das Sonderkündigungsrecht für eine Baufinanzierung nach 10 Jahren: Rechtliche Grundlagen im § 489 BGB

Das Recht, eine Kündigung von einem Darlehen nach 10 Jahren auszusprechen, ist im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) verankert:

(1) Der Darlehensnehmer kann einen Darlehensvertrag mit gebundenem Sollzinssatz ganz oder teilweise kündigen, in jedem Fall nach Ablauf von zehn Jahren nach dem vollständigen Empfang unter Einhaltung einer Kündigungsfrist von sechs Monaten; wird nach dem Empfang des Darlehens eine neue Vereinbarung über die Zeit der Rückzahlung oder den Sollzinssatz getroffen, so tritt der Zeitpunkt dieser Vereinbarung an die Stelle des Zeitpunkts des Empfangs. (§ 489 BGB)

Dieser Passus enthält zwei relevante Informationen zur Kündigung beim Darlehensvertrag nach 10 Jahren: Die Frist beginnt mit dem Erhalt der Darlehenssumme oder zum Zeitpunkt der letzten Vertragsanpassung.

Einige Banken versuchen, letzteren Punkt zu ihrem Vorteil zu nutzen und den Ablauf der Frist für Ihre Baufinanzierung zu umgehen.

Vorsicht bei der Kündigung vom Kreditvertrag nach 10 Jahren: Fristverlängerung beachten

Zur Kündigung vom Kredit nach 10 Jahren sind Fristen einzuhalten.

Zur Kündigung vom Kredit nach 10 Jahren sind Fristen einzuhalten.

Einige Kreditinstitute kommen kurz vor Ablauf der Frist auf ihre Kunden zu und unterbreiten eine scheinbar lukrative Anpassung der Vertragskonditionen.

Gehen Sie darauf ein, beginnt die Frist von neuem zu laufen und Sie haben Ihre Chance auf eine lohnende Umschuldung verpasst.

Prüfen Sie ein solches Angebot der Bank eingehen und vergleichen Sie es mit aktuellen, marktüblichen Kreditkonditionen. Vielleicht stellt der Vorschlag lediglich einen Versuch dar, die Frist neu zu starten.

In dieser Situation, kurz vor Ablauf der Frist, sollten Sie daher gut abwägen, ob Sie einer Vertragsänderung zustimmen. Lassen Sie sich im Zweifel zur aktuellen Höhe der Zinsen beraten.

Folgen der Kreditkündigung nach 10 Jahren

Verbraucher müssen sich an bestimmte Abläufe halten, damit die Kündigung der Baufinanzierung nach 10 Jahren erfolgreich verläuft.

Kündigungsfrist und Rückzahlung

Es gelten besondere Regelungen für das Sonderkündigungsrecht beim Kredit. Um diesen nach 10 Jahren zu beenden, müssen Sie die sechsmonatige Kündigungsfrist einhalten.

Zudem gilt laut Recht: Sind diese sechs Monate abgelaufen, wird die Kündigung wirksam. Dann haben Sie nur noch zwei Wochen Zeit, die Restschuld zu begleichen. Kommen Sie dem nicht nach, gilt die Beendigung des Darlehens als nicht erfolgt.

Tipp: Kümmern Sie sich daher rechtzeitig um eine Anschlussfinanzierung. Je früher Sie mit einem Vergleich der Konditionen beginnen, desto besser können Sie den aktuellen Markt überblicken.

Fällt eine Vorfälligkeitsentschädigung nach 10 Jahren Vertragslaufzeit an?

Sie haben ein Sonderkündigungsrecht für Ihren Kredit: Nach 10 Jahren dürfen Sie ihn beenden.

Sie haben ein Sonderkündigungsrecht für Ihren Kredit: Nach 10 Jahren dürfen Sie ihn beenden.

Kündigen Sie ein Darlehen innerhalb der vertraglich vereinbarten Zinsbindung, darf die Bank eine Vorfälligkeitsentschädigung verlangen. Wenn Sie Ihren Baukredit allerdings erst nach 10 Jahren kündigen, entfällt der Anspruch der Bank.

Dies erklärt sich daraus, dass die Kündigung von einem Darlehen nach 10 Jahren rechtlich als „ordentliche Kündigung“ gilt (§ 489 BGB). Ein Schadensersatz kann aber lediglich bei einer außerordentlichen Kündigung geltend gemacht werden.

Übrigens: Das Sonderkündigungsrecht nach 10 Jahren bleibt bestehen, auch wenn Ihre Bank dieses Recht vertraglich beschneiden möchte (§ 489 BGB, Absatz 4).
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  • Ellerbrock 15. Januar 2017, 16:02

    Hallo, sie schreiben nach Ablauf der 10 Jahre kann man kündigen heißt also das Darlehen läuft 10 Jahre und 6 Monate und nicht nur 10 Jahre verstehe ich das richtig?
    Gruß D.Ellerbrock

    • vorfaelligkeitsentschaedigung.net 19. Januar 2017, 9:45

      Hallo,

      das ist richtig: Nach 10 Jahren Laufzeit dürfen Sie kündigen und müssen anschließend die sechsmonatige Kündigungsfrist abwarten.

      Vorfaelligkeitsantschaedigung.net

  • Stoffel 24. Januar 2017, 16:56

    d.h. ein Vertag, abgeschlossen vom 01.01.2007 bis 30.12.2021 und 2012 verändert auf auf 01.07.2017 bis
    30.06.2027 kann frühestens 2022 gekündigt werden?
    Beste Grüße R. Stoffel

    • vorfaelligkeitsentschaedigung.net 2. Februar 2017, 9:14

      Hallo,

      dies ist nicht ganz richtig. Die Frist beginnt mit der Auszahlung des Darlehens zu laufen – in diesem Fall also erst im Juli 2017.

      Vorfaelligkeitsentschaedigung.net

  • H. Schramm 25. Januar 2017, 16:04

    Hallo.

    Ich hatte vertraglich zugesichert, jährlich eine Sonderzahlung in Höhe von bis zu 5 % zutätigen, die ich in den letzten Jahren auch genutzt habe.
    Zudem konnte ich die Höhe der Raten ebenfalls vertraglich zugesichert von anfänglich 1% Tilgung auf 5% erhöhen…auch davon habe ich vor einigen Jahren Gebrauch gemacht.
    Kann ich den Vertrag, der dieses Jahr 10 Jahre nun läuft, jetzt kündigen oder fällt dieses Recht weg, weil Änderungen bei den Abzahlungen vorgenommen wurden?

    Gruß
    H. Schramm

    • vorfaelligkeitsentschaedigung.net 2. Februar 2017, 9:20

      Hallo,

      sofern diese Optionen bereits von Anfang an im Vertrag festgehalten wurden – dieser also seit Bestehen nicht angepasst werden musste – sollten Sie nach 10 Jahren problemlos kündigen können.

      Vorfaelligkeitsentschaedigung.net

  • Dittmann 28. Januar 2017, 4:42

    Hallo,
    so weit ich informiert bin, heißt Kündigungsfrist aber, dass man in diesem Zeitraum vorher gekündigt haben muss, um die Kündigung dann fristgerecht geltend machen zu können.
    3 monatige Kündigungsfrist heißt bei Versicherungen demnach, dass ich 3 Monate vor dem Ablauf einer Versicherung diese kündigen muss, damit ich die Kündigung ordnungsgemäß einhalten kann.
    Der Begriff ist hier also etwas irreführend?!?
    Wann sollte ich also einen Darlehensvertrag kündigen, damit ich keine Vorfälligkeitsentschädigung zahlen muss?
    10 Jahre und einen Tag, z.B. den 1.4. bei Zinsbindung bis 31.3.?!?
    Gilt dann der April schon als erster Monat für die Kündigungsfrist oder erst der Mai, weil nur volle Monate zählen?
    Ein etwas detaillierter Vorgang wäre hier doch vorteilhafter, um Missverständnisse zu vermeiden.
    Vielen Dank und Gruß
    Dittmann

    • vorfaelligkeitsentschaedigung.net 2. Februar 2017, 9:19

      Hallo,

      im Falle des Sonderkündigungsrechts nach 10 Jahren erhalten Sie das Recht zu kündigen erst nach Ablauf dieses Zeitraumes. Reichen Sie die Kündigung punktgenau zu diesem Zeitpunkt ein, läuft das Darlehen insgesamt 10 Jahre und 6 Monate.

      Vorfaelligkeitsentschaedigung.net

  • Warstat 7. Februar 2017, 15:25

    Hallo,
    gilt das 10-jährige Kündigungsrecht auch für zinsverbilligte Darlehen der Länder – Z 15 Darlehn der SAB ?
    Was sind die Rechtsfolgen, wenn dieses Kündigungsrecht im Darlehensvertrag der Bank ausgeschlossen wird („Der …. verbilligte Zinssatz ist bis zum Ende der Zinsverbilligung zu zahlen“ ) -also 15 Jahre lang- und damit eine Umschuldung auf einen wesentlich günstigeren Kapitalmarktzinssatz ausgeschlossen ist ?
    Grüße und vielen Dank

    • vorfaelligkeitsentschaedigung.net 9. Februar 2017, 9:34

      Hallo,

      das Sonderkündigungsrecht gilt auch für diese Darlehen.

      Vorfaelligkeitsentschaedigung.net

  • Zebisch 9. Februar 2017, 20:05

    Hallo,
    unser Darlehensvertrag wurde 2008 (nach 10 Jahren Laufzeit) geändert. Die Auszahlung wurde zum 29.02.2008 vorgenommen. Aufgrund der jährlichen Sondertilgungen von 10% könnten wir 2018 das Darlehen kündigen. Da es im Jahr 2018 keinen 29.02. gibt, stellt sich uns die Frage, wann sollen/müssen wir kündigen, um die 6 monatige Frist einzuhalten?
    Vielen Dank im Voraus für Ihre Bemühungen.

    • vorfaelligkeitsentschaedigung.net 16. Februar 2017, 9:16

      Hallo,

      in diesem Fall können Sie Ihre Kündigung am 01.03. einreichen.

      Vorfaelligkeitsentschaedigung.net

  • Andreas 12. Februar 2017, 18:08

    Guten Tag,
    ist eine Teillöschung der Grundschuld im Grundbuch eine „Vertragsänderung“ welche Einfluss auf die Laufzeit zur 10 jährigen Kündigungsfrist hat?
    Gruß
    Andreas

    • vorfaelligkeitsentschaedigung.net 16. Februar 2017, 10:39

      Hallo Andreas,

      in der Tat gilt die als Vertragsänderung, da die Sicherheiten, welche dem Darlehen zugrunde liegen, verändert wurden.

      Vorfaelligkeitsentschaedigung.net

  • Heinzelmann 12. Februar 2017, 21:50

    Hallo,

    wir haben am 31.10.2009 einen Immobilienkredit über 25 Jahre Zinsbindung abgeschlossen. Der Tilgungsbeginn ist der 01.07.2010. Durch die Zahlung nach Baufortschritt ist der Kredit im Zeitraum vom 08.12.2009 bis letztmalig am 22.06.2011 ausgezahlt worden.
    Wenn ich die oben genannten Bedingungen zur Kündigung nach 10 Jahren richtig verstehe, fängt die Frist erst mit der kompletten Auszahlung an.
    D.h. wir können den Kredit erst zum 22.06.2021 kündigen und ab dem 22.12.2021 durch einen Folgekredit ablösen. Ist das richtig?

    Vielen Dank!

    • vorfaelligkeitsentschaedigung.net 16. Februar 2017, 10:33

      Hallo,

      die ist korrekt!

      Vorfaelligkeitsentschaedigung.net

  • Holle 13. Februar 2017, 13:22

    Wenn ein Hypothekendarlehen unverändert, also ohne Anpassung der vertraglichen Bedingungen, seit deutlich mehr als 10 Jahren läuft, kann ich also problemlos jederzeit mit sechsmonatiger Frist kündigen und zahle nach Ablauf der Frist innerhalb zwei Wochen das Darlehen ohne Vorfälligkeitsentschädigung zurück?
    Viele Grüße und Danke schon jetzt für die Antwort.

    • vorfaelligkeitsentschaedigung.net 16. Februar 2017, 9:16

      Hallo,

      dies ist korrekt.

      Vorfaelligkeitsentschaedigung.net

  • Birgit 13. Februar 2017, 16:27

    muss in dem halben Jahr nach der Kündigung weiterhin Zins und Tilgung gezahlt werden?

    • vorfaelligkeitsentschaedigung.net 16. Februar 2017, 9:15

      Hallo,

      in der Tat läuft das Darlehen in der Kündigungsfrist zu den üblichen Konditionen weiter.

      Vorfaelligkeitsentschaedigung.net

  • Stoffel 14. Februar 2017, 19:38

    Ich komme auf mein Besispiel vom 24.01. zurück:
    Kann ich also jetzt nach 10 Jahren (Beginn 01.01.2007) kündigen und die Vereinbarung von 2012 mit Beginn 01.07.2017 wird obsolet?
    Beste Grüße R. Stoffel

    • vorfaelligkeitsentschaedigung.net 16. Februar 2017, 10:38

      Hallo,

      leider ist die Art der Änderung des Darlehens nicht nachvollziehbar. Wurde es am 1. Juni 2017 (erneut) ausgezahlt, beginnt die Zehnjahresfrist von diesem Moment an zu laufen. Dann können Sie erst 2027 kündigen.

      Vorfaelligkeitsentschaedigung.net

      • Stoffel 20. Februar 2017, 12:33

        Das Darlehen wurde vor dem 01.01.2007 komplett ausgezahlt. Es wurde eine Zinsvereinbarung vom 01.01.2007 bis 31.12.2021 getroffen. In 2012 wurde eine Zinsbindung vom 01.07.2017 bis 30.06. 2027
        vereinbart. Kann ich jetzt ohne Vorfälligkeitszinsen kündigen, weil die zehn Jahre herum sind? Oder beginnt die 10 Jahresfrist in 2012 mit der neuen Vereinbarung?
        Beste Grüße
        R. Stoffel

        • vorfaelligkeitsentschaedigung.net 23. Februar 2017, 12:43

          Hallo,

          die Zehnjahresfrist beginnt in Ihrem Fall ab 2012 – da der Vertrag zu diesem Zeitpunkt verändert wurde. Sie können also erst 2022 ohne Vorfälligkeitsentschädigung kündigen.

          Vorfaelligkeitsentschaedigung.net

  • Henning 19. Februar 2017, 16:04

    Hallo,

    Ich habe ein Darlehen mit der letzten Vertragsänderung 01.03.2008 (Darlehensaufstockung). Am 20.05.2010 gab es einen Sicherheitenwechsel (neues Bauobjekt) und Schuldbeitritt (meine Frau), die Zinsen und die Zeit für die Rückzahlung bleiben unverändert. Welches Datum zählt jetzt bzgl. des Sonderkündigungsrechtes?

    Danke und viele Grüße
    Henning

    • vorfaelligkeitsentschaedigung.net 23. Februar 2017, 12:46

      Hallo,

      in Ihrem Fall beginnt die Frist am 20.05.2010 zu laufen.

      Vorfaelligkeitsentschaedigung.net

  • Lena 20. Februar 2017, 0:35

    Hallo,
    ich hab eine Frage
    wir haben am 2008 einen Immobilienkredit mit 15 Jährigen Zinsbindung abgeschlossen.Durch die Zahlung nach Baufortschritt ist ein Kredit früher und der andere später ausgezahlt worden.
    Wenn ich die oben genannten Bedingungen zur Kündigung nach 10 Jahren richtig verstehe, fängt die Frist erst mit der kompletten Auszahlung an.
    Wir wollen gerne ein Forward-Darlehen abschließen. Die Bank hat uns die mögliche Kündigungszeitpunkte bestätigt. Für ein Darlehen ist das 24.04.2019 und für den zweiten 28.10.2019. Allerdings sagt unsere Finanzierungsberaterin, dass die Anschlussfinanzierung zum 30.04.2019 und 30.10.2019 erfolgen soll und wir auch zu den Zeitpunkten kündigen sollen. Darauf hin haben wir Sie angesprochen und bekamen als Antwort: „dass dies in Ordnung sei und die finanzierende Bank nur zu den Terminen Auszahlung tätigt.
    Ferner können wir sogar nach 12 oder 13,5 Jahren kündigen.“
    Mir erschein die Antwort nicht plausibel bzw. nicht korrekt .? Oder ist das richtig?

    Wir müssen doch zu dem genau angegebenen Termin kündigen und auch zu dem genauen Zeitpunkten sollte die Anschlussfinanzierung erfolgen.
    Unsere gegenwärtige Darlehensgeber hat uns sogar darauf hingewiesen und im Falle verspätetes Einganges müssen wir die „Verzugszinsen “ zahlen. Ferner bei einem verspäteten Eingang der genannten Beträgen (nach 14 Tagen), werden wir erneut kündigen müssen.

    Ich danke Ihnen im Voraus für Ihre Antwort.
    Beste Grüße

    • vorfaelligkeitsentschaedigung.net 23. Februar 2017, 12:48

      Hallo Lena,

      das Sonderkündigungsrecht besteht ab Ablauf der zehn Jahre – es ist aber nicht strikt auf genau diesen Tag begrenzt.

      Vorfaelligkeitsentschaedigung.net

  • T. Puttins 20. Februar 2017, 10:44

    Ist es schädlich, wenn ich die Kündigung unter Berufung auf § 489 Abs. 1 Nr. 2 BGB bereits jetzt ausspreche, obwohl die 10-Jahres-Bindung erst im Dezember 2017 abläuft (textlich wie folgt formuliert: „kündigen wir….nach Ablauf der 10-jährigen Bindungsfrist“). Oder muss ich tatsächlich abwarten, bis die 10 Jahre abgelaufen sind und darf dann erst die Kündigung aussprechen? Vielen Dank!

    • vorfaelligkeitsentschaedigung.net 23. Februar 2017, 12:43

      Hallo,

      Sie müssen in der Tat auf den Ablauf der Frist warten, bevor Sie kündigen.

      Vorfaelligkeitsentschaedigung.net

  • Bernardo 23. Februar 2017, 15:27

    Hallo, wir haben einen Hauskaufkredit, der am 30.09.2017 nach 10-jähriger Laufzeit zu den jetzigen Zinskonditionen ausläuft. Wir haben in 2016 vorsichtshalber wegen der günstigen Zinsen ein Forwarddarlehen für die nächsten 10 Jahre abgeschlossen, welches am 1.10.2017 beginnt. Nun möchten wir aus gesundheitl. Gründen noch vor dem 1.10.2017 unser Haus verkaufen und das Forwarddarlehen nicht mehr in Anspruch nehmen. Fällt eine Vorfälligkeitsentschädigung für das neue Darlehen an?
    Wir danken Ihnen im Voraus für Ihre Antwort.

    • vorfaelligkeitsentschaedigung.net 2. März 2017, 9:21

      Hallo,

      in der Tat wird eine Entschädigung anfallen – die sogenannte „Nichtabnahmeentschädigung“. Diese berechnet sich wie eine Vorfälligkeitsentschädigung.

      Vorfaelligkeitsentschaedigung.net

  • matze 27. Februar 2017, 9:26

    Kann man irgendwie ausrechnen, wie viel Geld man spart, wenn man nach 10 Jahren schon kündigt anstatt z.B. noch zwei Jahre länger regelmäßig zu zahlen, bis der Kredit auf 0,-€ getilgt ist?

    • vorfaelligkeitsentschaedigung.net 2. März 2017, 9:14

      Hallo,

      ein Finanzberater, welcher einen genauen Einblick in Ihren spezifischen Fall hat, kann Ihnen sicherlich eine Einschätzung liefern.

      Vorfaelligkeitsentschaedigung.net

  • Stefan 2. März 2017, 7:56

    Guten Morgen,

    zu Beginn hat die Bank Gebühren abgezogen (verjährt) und somit nur effektiv 96% der Gesamtsumme
    ausgezahlt. Gilt die Frist trotzdem ab Auszahlung des letzten Teilbetrages, oder wird sie nie beginnen,
    da es keinen „vollständigen Empfang“ geben kann? Vielen Dank!

    • vorfaelligkeitsentschaedigung.net 2. März 2017, 9:22

      Hallo,

      die die Gebühren mit der Auszahlung der Summe verrechnet wurden, sollte auch in Ihrem Fall eine „vollständige Auszahlung“ erfolgt sein.

      Vorfaelligkeitsentschaedigung.net

  • Marita 7. März 2017, 17:10

    Hallo,
    habe eine Annuitätendarlehen abgeschlossen im November 2009….Das Darlehen wurde für die Anschaffung einer Photovoltaikanlage verwendet. Habe ich hier das gleiche Sonderkündigungsrecht nach 10 Jahren wie bei einem Immobiliendarlehen?
    Vielen Dank schonmal

    • vorfaelligkeitsentschaedigung.net 9. März 2017, 9:21

      Hallo Marita,

      das Sonderkündigungsrecht ist nicht auf Immobiliendarlehen beschränkt, sondern auf Darlehen mit gebundenen Zinssatz. Trifft letzteres auf Ihren Fall zu, können Sie nach 10 Jahre kündigen, ohne eine Vorfälligkeitsentschädigung zu riskieren.

      Vorfaelligkeitsentschaedigung.net

  • Christian 13. März 2017, 13:16

    Hallo,
    ich habe ein Darlehen bei einer Bausparkasse abgeschlossen.
    Beginn 27.03.2013
    Zinsbindung 15 Jahre

    Zum 01.07.2016 wurde ein Schuldnerwechsel im Darlehensvertrag vorgenommen.
    Vertragsdetails und Inhalte blieben unverändert.
    Welches Datum wäre jetzt für mich relevant um vom Sonderkündigungsrecht Gebrauch zu machen?

    Vielen Dank!

    • vorfaelligkeitsentschaedigung.net 16. März 2017, 10:11

      Hallo Christian,

      in Ihrem Fall läuft die Zehnjahresfrist ab dem 01.07.2016.

      Vorfaelligkeitsentschaedigung.net

  • ChrisBo 16. März 2017, 16:37

    Gilt es auch als Vertragsänderung wenn ich während der Laufzeit des Kredites die monatlichen Tilgungsraten erhöht habe?

    • vorfaelligkeitsentschaedigung.net 23. März 2017, 9:46

      Hallo,

      sofern dazu eine Anpassung des Vertrages notwendig war, gilt dies als Anpassung.

      Vorfaelligkeitsentschaedigung.net

  • Martin 17. März 2017, 19:06

    Guten Tag,

    ich hatte vertraglich ein Hypothekendarlehen über 200.000 € vereinbart, es wurden aber aufgrund unerwartet niedriger Baukosten nur 194.000 € von mir abgerufen und von der Bank ausgezahlt. Welche Auswirkungen hat dieser Sachverhalt auf die „vollständige Auszahlung“. Wurde die nie erreicht, so dass kein Sonderkündigungsrecht besteht oder wurde sie mit der Auszahlung der letzten Rate erreicht?

    Vielen Dank im Voraus für die Antwort
    Martin

    • vorfaelligkeitsentschaedigung.net 23. März 2017, 10:04

      Hallo,

      eine Einschätzung Ihres Falles ist nicht möglich, ohne die genauen Vertragsmodalitäten zu kennen. Wir verweisen daher auf einen Finanzberater.

      Vorfaelligkeitsentschaedigung.net

  • Thomas 18. März 2017, 4:02

    Sehr geehrte Damen und Herren,
    wenn ich einen Darlehensvertrag mit 20 Jahren Laufzeit nach den 10 Jahren mit einer Frist von 6 Monaten entsprechend BGB §489 kündige, wann entfaltet die Kündigung dann ihre Rechtsfolgen?
    Nach Zugang der Willenserklärung (BGB §130 (1))? Dann müsste ich ja sofort den Betrag ablösen, aber noch 6 Monate Zinsen zahlen?
    Mit freundlichen Grüßen
    Thomas

    • vorfaelligkeitsentschaedigung.net 23. März 2017, 9:47

      Hallo Thomas,

      die Kündigung greift nach Ablauf der Kündigungsfrist – also nach Ablauf der sechs Monate.

      Vorfaelligkeitsentschaedigung.net

  • Sandra 20. März 2017, 14:33

    Hallo,
    wir planen einen Kredit mit einer Zinsbindung von 20 Jahren aufzunehmen. Unsere Tilgung würde jedoch insgesamt 27 Jahre dauern, da nach 20 Jahren noch eine Restschuld (z.B 80.000 €) besteht. Nach 10 Jahren kann der Darlehensvertrag lt. BGB ganz oder teilweise gekündigt werden.
    Wenn wir den Darlehensvertrag nun teilweise kündigen, können wir eine Sondertilgung in beliebiger Höhe einbringen (z.B. 50.000 €). Bleibt danach der Sollzinssatz, welcher für 20 Jahre vereinbart war bestehen oder muss mit der Bank aufgrund der teilweisen Sondertilgung neu verhandelt werden?
    Vielen Dank!

    • vorfaelligkeitsentschaedigung.net 23. März 2017, 9:55

      Hallo,

      die teilweise Kündigung sollten keinen Einfluss auf die nachfolgenden Konditionen haben.

      Vorfaelligkeitsentschaedigung.net

  • Michael 23. März 2017, 12:08

    Sehr geehrte Damen und Herren,
    in unserem Darlehensvertrag mit einer Laufzeit von 15 Jahren sind bei Vertragsabschluss 2009 zwei verschiedene Zinssätze vereinbart worden. Der erste niedrige Zinssatz belief sich über die ersten fünf Jahre ab Vertragsabschluss. Im Anschluss wurde ein um 0,25 Prozentpunkte höherer Zinssatz weiter berechnet. Kann ich aufgrund dieser Tatsache den Vertrag auch nach 10 Jahren vorzeitig kündigen oder gilt hier der Zeitpunkt der geänderten Zinshöhe nach fünf Jahren ab Vertragsabschluss, sodass der Vertrag über die gesamte Laufzeit von 15 Jahren für uns ohne vorherige Kündigungsmöglichkeit bindend ist?

    Freundliche Grüße
    M. S.

    • vorfaelligkeitsentschaedigung.net 30. März 2017, 10:22

      Hallo,

      da die Änderung des Zinssatzes bereits zu Beginn festgelegt war, erfolgt keine Vertragsanpassung. Demnach können Sie ihren Vertrag nach 10 jahren gemäß § 489 BGB kündigen.

      Vorfaelligkeitsentschaedigung.net

  • Andreas 25. März 2017, 19:54

    Hallo, wir haben nach 10 Jahren + die 6 Monate gekündigt, nun kam die Bestätigung, alles ok, aber es wird nun für die Kündigung eine Gebühr von 150,- Euro erhoben. Ist das zulässig?

    • vorfaelligkeitsentschaedigung.net 30. März 2017, 10:48

      Hallo,

      nach Ansicht einiger Verbraucherzentralen sind diese Gebühren unzulässig, allerdings ist noch keine Rechtsprechung hierzu vorhanden.

      Vorfaelligkeitsentschaedigung.net

  • A. 27. März 2017, 9:18

    Ich habe eine Frage die, soweit ich sehe, noch nicht gestellt wurde.
    Ein Darlehen soll eine 20jährige Zinsbindung haben. Ist es richtig, dass ich dieses Darlehen aufgrund §489 BGB schon nach 10 Jahren mit einer Frist von 6 Monaten teiltilgen kann?
    Kann ich nach dieser Teiltilgung nach einem weiteren Jahr wieder teiltilgen nach §489 BGB und nach einem weiteren Jahr dann wieder usw. bis letztendlich das Darlehen komplett abgezahlt ist?
    Also hätte ich bei einem Darlehen ohne Sondertilgungsmöglichkeit nach 10 Jahren praktisch doch eine Möglichkeit jährlich zu tilgen?!? Gibt es bei der Höhe der Teiltilgung ggf. etwas zu beachten?
    Bleibt der ursprüngliche Sollzins dabei unberührt? Das wäre natürlich wichtig, da ich davon ausgehe, dass der Zinssatz in 10 Jahren höher als aktuell ist.

    • vorfaelligkeitsentschaedigung.net 30. März 2017, 10:42

      Hallo,

      dies sollte möglich sein. Es empfiehlt sich aber, einen Anwalt für Finanzrecht hinzuzuziehen, bevor Sie Schritte einleiten.

      Vorfaelligkeitsentschaedigung.net

  • Michael 28. März 2017, 23:24

    Hallo,
    für zwei bestehende Darlehen wurde am 31.05.2007 eine Forwardvereinbarung getroffen, d.h. eine
    Zinssatzverlängerung, welche am 30.03.2010 erstmals in Kraft trat. Der Zins wurde in dieser Vereinbarung für
    weitere 15 Jahre – bis zum 30.03.2025 – festgeschrieben.
    In der „Anlage zu Sondenvereinbarungen“ zum Darlehensvertrag wurde uns die Möglichkeit eingeräumt,
    10 Jahre nach Abschlussdatum der FW-Vereinbarung, gemäß §489 Abs. 1 Nr.3 BGB, das Darlehen zu kündigen.
    Uns wurde nun bestätigt, dass ein Darlehen zum 01.06.2017 gekündigt werden kann und, im Anschluss an die 6-monatige Kündigungsfrist, zum 01.12.2017 eine Ablösung möglich ist.

    Für das zweite Darlehen haben wir die Mitteilung erhalten, das eine Kündigung nicht möglich ist.
    Als Grund hierfür wurde genannt, dass das Darlehen aus einer Ablösung von Mitteln der KfW
    resultiert und der Darlehensbetrag erst zum Ablösedatum 30.06.2010 tragend wurde.
    Eine Kündigung soll deshalb erst zum 01.07.2020 möglich sein.
    Unsere Frage ist nun, ob dies rechtens ist, da zum einen die Sonderkündigung im Anhang zum Vertrag festgeschrieben wurde uns auch niemand darauf hingewiesen hat, dass bei dieser Konstellation (Bereitstellung von Mitteln durch die Bank nach Ablösung des KfW Darlehens) eine Kündigung praktisch erst nach 13 Jahren möglich ist.
    Vielen Dank für Ihre Bemühungen.
    LG
    Michael

    • vorfaelligkeitsentschaedigung.net 30. März 2017, 10:36

      Hallo,

      grundsätzlich gilt, dass das Sonderkündigungsrecht 10 Jahre nachdem die Darlehenssumme vollständig ausgezahlt (zur Verfügung gestellt wurde) besteht. Erfolgte die Auszahlung des zweiten Darlehens erst 2010, können Sie erst 2020 kündigen.

      Vorfaelligkeitsentschaedigung.net

  • Birgmann 29. März 2017, 7:56

    Hallo Zusammen,
    Die Zinsbindung endet vor Ablauf von 10 Jahren und es liegt ein Angebot der Bank für eine Verlängerung mit geändertem Zinssatz vor. Gilt dies als Änderung und beeinflusst somit die mögliche Kündigung nach 10 Jahren? Falls ja, was gilt denn nicht als Änderung? Irgendwie muss der Vertrag ja fortgeführt werden.
    Danke für ein kurze Antwort.

    • vorfaelligkeitsentschaedigung.net 30. März 2017, 10:33

      Hallo,

      da die Zinsbindung weniger als 10 Jahre beträgt, greift in Ihrem Fall das Sonderkündigungsrecht nicht. Eine 10-Jahresfrist gemäß § 489 BGB beginnt ab dem Zeitpunkt zu laufen, in dem Sie die Änderungen vornehmen.

      Vorfaelligkeitsentschaedigung.net

  • christina.e. 4. April 2017, 16:25

    Hallo,
    ich wollte mir die Ordentliche Kündigungsfrist von meiner Bank bestätigen lassen, da einerseits in meinem Annuitätenvertrag etwas von einer Frist von einem Monat zum Ablauf der ersten Festzinsperiode am 31.7.2017 steht, anderseits aber heißt es, dass die gesetzliche Kündigungsfrist nach § 489 und die sechsmonatige Kündigungsfrist zu beachten ist.

    Die Antwort:
    Das Darlehen kann zum 31.7.2017 kostenfrei zurückbezahlt werden.
    Auf meine telefonische Nachfrage, ob dann die Kündigung am 30.6.2017 in Ordnung ist und die Bank mir das bestätigen kann, heißt es:
    Wir haben zur Kenntnis genommen, dass das Darlehen zum 31.7.2017 zurückbezahlt und nicht verlängert wird.
    Kann ich dem trauen? Ich hatte eine Frage zur Kündigungsfrist, die einfach ignoriert wird.
    Danke für Ihre Antwort

    • vorfaelligkeitsentschaedigung.net 6. April 2017, 10:49

      Hallo Christina,

      leider können wir mit dem aktuellen Wissensstand keine Einschätzung vornehmen.

      Vorfaelligkeitsentschaedigung.net

  • Nicole 6. April 2017, 12:12

    Guten Tag,
    aus dem Bekanntenkreis erhielt ich die Auskunft, dass auch Banken die Möglichkeit hätten, eine z.B. 15jährige Sollzinsbindung bereits nach Ablauf der 10 Jahren zu kündigen.
    Können Sie dies aufklären?

    Danke und viele Grüße
    Nicole

    • vorfaelligkeitsentschaedigung.net 13. April 2017, 11:09

      Hallo Nicole,

      das Sonderkündigungsrecht gemäß § 489 BGB (Kündigungsrecht nach 10 Jahren) gilt nur für Darlehensnehmer.

      Vorfaelligkeitsentschaedigung.net

  • Marcel R. 8. April 2017, 18:12

    Hallo,

    eine Frage, die hier bisher nicht gestellt wurde. Darlehen wurde 2007 aufgenommen, mit 20 Jahren Laufzeit. Monatlicher Betrag für die Rückzahlung beträgt 800€. Der eigentliche Vertrag wurde bezgl. Zinsen und Laufzeit nicht verändert.
    Allerdings zahle ich seit letzten Jahr von den monatlichen 800€ 40€ über die VL Zahlungen meines AG, d.h. anstelle der 800€ kommen nun noch 760€ von meinem Konto und 40€ über den AG, die monatliche Summe hat sich also nicht verändert.
    Gilt dies auch als eine Vertragsänderung nach § 489 BGB, so dass eine Kündigung nun nicht möglich wäre?

    Danke für ihre Antwort.

    • vorfaelligkeitsentschaedigung.net 13. April 2017, 11:13

      Hallo Marcel,

      dies gilt nicht als Änderung, da die Vertragsdokumente hierfür nicht angepasst werden mussten.

      Vorfaelligkeitsentschaedigung.net

  • Thorsten 11. April 2017, 0:46

    Hallo,

    wir haben 2013 einen Immobilienkredit mit festem Zinssatz und Laufzeit bis 2026 abgeschlossen, dabei fand am 16.12.13 die einzige Auszahlung der Bank statt. Eine weitere Darlehenssumme die für Renovierungen bereitstand, wurde nicht abgerufen und nach Zahlung einer Nichtabnahme-Entschädigung storniert.
    Gilt jetzt der 17.12.23 als Termin für eine Kündigung oder stellt die Nichtinanspruchnahme eine Vertragsänderung dar?
    Danke für Ihre Antwort!

    • vorfaelligkeitsentschaedigung.net 13. April 2017, 11:15

      Hallo Thorsten,

      das Sonderkündigungsrecht greift in Ihrem Fall nicht, da keine vollständige Auszahlung der Kreditsumme stattfand.

      Vorfaelligkeitsentschaedigung.net

  • Stefan 11. April 2017, 14:39

    Guten Tag!
    Bei einem Baufinanzierungsvertrag (Zinsbindung von 10 Jahren) wurde in den ersten 14 Jahren KEINE Änderung des Vertrages durchgeführt.
    Erst nach 14 Jahren wurde bei der gleichen Bank für das gleiche Darlehen eine Zinsanpassung vereinbart. Die genaue vertraglich Bezeichnung lautet: „Anschlusszinsvereinbarung (Ergänzung des Immobiliardarlehensvertrags)“.
    Wird duch diese neue Vereinbarung eine neue 10-Jahres-Frist ausgelöst, nach der eine kostenfreie Kündigung möglich ist?
    Vielen Dank im Voraus für Ihre Antwort!
    Gruß, Stefan

    • vorfaelligkeitsentschaedigung.net 13. April 2017, 11:15

      Hallo Stefan,

      in der Tat beginnt die Frist ab Zeitpunkt der Vertragsänderung neu zu laufen.

      Vorfaelligkeitsentschaedigung.net

      • Matthias 13. April 2017, 16:08

        Hallo,
        unser Z-15 Darlehen wurde am 24.07.2013 voll ausgezahlt. Somit kann ich erst ab dem 24.07.2023 kündigen gem. §489 BGB.
        Ab dem 08.05.2014 haben wir die Tilgungshöhe erhöht.
        Würde diese Tilgungserhöhung der Begrifflichkeit gem. Abs.1 Nr. 2: „…eine neue Vereinbarung über die Zeit der Rückzahlung oder den Sollzinssatz getroffen… “ entsprechen?
        Sprich- darf ich trotz Tilgungserhöhung, nach der Vollauszahlung, ab dem 24.07.2023 kündigen?

        Vielen Dank im Voraus für die Beantwortung!

        Gruß:
        Matthias

        • vorfaelligkeitsentschaedigung.net 20. April 2017, 8:20

          Hallo,

          da eine Änderung der Höhe der Tilgungsraten lediglich indirekt einen Einfluss auf den Zeitpunkt der Rückzahlung hat, ist die Beantwortung dieser Frage nicht eindeutig möglich. Es empfiehlt sich, einen Anwalt für Finanzrecht hinzuzuziehen.

          Vorfaelligkeitsentschaedigung.net

  • Thomas 17. April 2017, 20:24

    Habe einen verttag am 01.03.2011 abgeschlossen. Gesamtbetrag im Dezember in Anspruch genommen .feste zinsbindung bis 2036.heisst ich kann dann im Dezember 2021 erst die Kündigung schreiben ?

    Lg Thomas

    • vorfaelligkeitsentschaedigung.net 20. April 2017, 8:21

      Hallo,

      Dies ist korrekt.

      Vorfaelligkeitsentschaedigung.net

  • Sabina 18. April 2017, 8:49

    Hallo,
    kann ich auch schon vor Ablauf der 10 Jahresfrist das Kündigungsschreiben an die Bank senden.
    z. B. das Schreiben datiert auf 15. Dezember 17 mit Bezug auf den genauen Kündigungstag 18. Februar 2018?
    Oder kann ich tatsächlich erst frühstens am Kündigungstag 18. Feb 18 mein Kündigungsschreiben abschicken und muss dann noch 6 Monate warten?
    Beste Grüße

    • vorfaelligkeitsentschaedigung.net 20. April 2017, 8:35

      Hallo Sabina,

      Sie können frühestens am Tag des Ablaufs der Zehnjahresfrist mit einer Kündigungsfrist von 6 Monaten kündigen. Läuft Ihre Frist beispielsweise am 18.02.2018 ab, können Sie erst an diesem Tag zum 18.08.2018 kündigen.

      Vorfaelligkeitsentschaedigung.net

  • Sabine C. 19. April 2017, 15:34

    Hallo, ich habe ein Darlehn mit 15 -jähriger Laufzeit am 18.03.2007 abgeschlossen,der Zinssatz ist bis zum 30.03.2022 festgeschrieben, vollständig ausgezahlt war das Darlehn erst in 09.2007, vorher mußte ich für die schon in Anspruch genommenen Auszahlungen Zinsen zahlen! Am 30.10.2007 begann die Tilgung! Ab wann kann ich fristgerecht kündigen?
    Gruß
    Sabine

    • vorfaelligkeitsentschaedigung.net 20. April 2017, 8:22

      Hallo,

      in Ihrem Fall sollte eine Kündigung im 03.2018 möglich sein.

      Vorfaelligkeitsentschaedigung.net

  • Yvonne 20. April 2017, 13:45

    Hallo,
    die Kündigung kann ich also quasi nicht schon vorher einreichen?
    Wir würden gerne ein Forward-Darlehen abschließen. Dafür hatte mir ein Bankmitarbeiter geraten jetzt schon zu kündigen und ein neues Angebot bei der Hausbank machen zu lassen, damit wir dieses dann vergleichen können. Ich habe die Kündigung eingereicht und von unserem Bausparvertrag kam jetzt, dass wir erst ab 23.06.2021 (also quasi nach den 10 Jahren) kündigen können. Ist das richtig?

    MFG

    • vorfaelligkeitsentschaedigung.net 27. April 2017, 10:18

      Hallo Yvonne,

      dies ist korrekt.

      Vorfaelligkeitsentschaedigung.net

  • Wolfgang 27. April 2017, 17:57

    Hallo
    ich habe bei der gleichen Bank zum gleichen Zeitpunkt 21.Sept 2007 ein Annuitätsdarlehen und ein KfW
    Darlehen abgeschlossen. Die Vollauszahlung erfolgte beim Annuitätsdarlehen am 31.10.2007 und beim
    KfW Darlehen am 06.11.2007.
    Gilt für das KfW Darlehen auch die Kündigung gem. §489 BGB?
    Der Kündigungstermin wäre dann beim Annuitätsdarlehen am 01.11.2017 und beim KfW Darlehen am 07.11.2017, ist das richtig?

    • vorfaelligkeitsentschaedigung.net 4. Mai 2017, 10:03

      Hallo Wolfgang,

      das Sonderkündigungsrecht gilt ebenfalls für KfW-Darlehen. Die von Ihnen genannten Fristen sollten korrekt sein.

      Vorfaelligkeitsentschaedigung.net

  • Sylvia 28. April 2017, 13:14

    Kann ich auch nur den Festzins kündigen oder muss das gesamte Darlehen gekündigt werden?

    • vorfaelligkeitsentschaedigung.net 4. Mai 2017, 10:05

      Hallo Sylvia,

      Sie können das Darlehen ganz oder teilweise kündigen – dabei handelt es sich jedoch nicht um eine Vertragsanpassung. Es ist also nicht möglich, lediglich Teilaspekte des Vertrags zu kündigen.

      Vorfaelligkeitsentschaedigung.net

  • Joachim 7. Mai 2017, 14:21

    Hallo,
    was passiert eigentlich, wenn man das Darlehen nach Ablauf der 10 Jahre nicht kündigt? Läuft dieses dann zu den alten Zinskonditionen weiter oder ist die Bank dazu verpflichtet ein Verlängerungsangebot zu aktuell günstigeren Konditionen unterbreiten?
    Lieben Dank im Voraus für die Antwort.
    Joachim

    • vorfaelligkeitsentschaedigung.net 11. Mai 2017, 10:11

      Hallo Joachim,

      nutzen Sie das Sonderkündigungsrecht nicht, läuft das Darlehen zu den vereinbarten Konditionen weiter.

      Vorfaelligkeitsentschaedigung.net

  • Andreas 7. Mai 2017, 18:18

    Hallo ich habe meinen vertrag am 11.2007 abgeschlossen.
    9.2013 wurde dieser ergänzt.
    laufen dann meine 10 jahre 2017 aus?
    mit freundlichen grüssen

    • vorfaelligkeitsentschaedigung.net 11. Mai 2017, 10:12

      Hallo Andreas,

      aufgrund der Ergänzung sollte die Frist in Ihrem Fall erst 2023 auslaufen.

      Vorfaelligkeitsentschaedigung.net

  • Ali 8. Mai 2017, 7:02

    Hallo ich hätte Mal ne Frage , mein sollzins würde zum 30.09.2023 enden.Die letzte Auszahlung fand am 14.03.2014 statt. Wann müsste ich die Kündigung einreichen nach dem 10 Jahr Kündigungsrecht.

    • vorfaelligkeitsentschaedigung.net 11. Mai 2017, 10:13

      Hallo Ali,

      das Sonderkündigungsrecht greift in Ihrem Fall nicht, da die Zinsbindungsfrist vor Ablauf der 10 Jahre endet.

      Vorfaelligkeitsentschaedigung.net

  • Pedro 9. Mai 2017, 17:50

    gilt eine Änderung der monatlichen Tilgung auch als Änderung des Darlehensvertrags?
    Wir haben mit 2% Tilgung angefangen und um die monatliche Rate wg. finanzieller Probleme zu senken dann auf 1% reduziert.

    • vorfaelligkeitsentschaedigung.net 11. Mai 2017, 10:16

      Hallo Pedro,

      in dieser Frage ist die Rechtssprechung nicht eindeutig festgelegt. Tendenziell stellt eine Anpassung des Tilgungssatzes keine relevante Änderung dar, sodass die Frist nicht neu gestartet wird.

      Vorfaelligkeitsentschaedigung.net

  • Frank 10. Mai 2017, 11:11

    Hallo,

    gibt es aus Ihrer Sicht ratsame Vorgaben für das Aufsetzen des Kündigungsschreibens?
    Sprich, sollte in dem Schreiben z.B. das Datum der Vollauszahlung und das sich daraus ermittelte Datum der dann wirksamen Kündigung nach sechs Monaten aufgeführt sein?
    Danke vorab.

    • vorfaelligkeitsentschaedigung.net 11. Mai 2017, 10:16

      Hallo Frank,

      in der Tat sollte das Schreiben genaue Angaben beinhalten, welche Ihr Kündigungsrecht verdeutlichen.

      Vorfaelligkeitsentschaedigung.net

  • Günter 10. Mai 2017, 17:43

    Hallo, habe 2003 ein Darlehen für ein Haus aufgenommen für 10 Jahre.
    2009 habe ich ein Forward Darrlehensvertrag unterschrieben bei der selben Bank, um mir den Zinssatz zu sichern, der aber erst ab 2013 lief.
    Zählt jetzt der Unterschriftenzeitpunkt, also 2009 oder ab 2013?
    Die Auszahlung war so gesehen ja schon 2003.

    • vorfaelligkeitsentschaedigung.net 11. Mai 2017, 10:21

      Hallo Günter,

      in Ihrem Fall gilt gemäß eines Urteils des Landesgerichtes Bochum (Aktenzeichen I-1 O 68/15) der Zeitpunkt des Vertragsschlusses der Forward-Darlehen (2009) als Startpunkt der Zehnjahresfrist, da das Forward-Darlehen gewissermaßen eine Verlängerung Ihres alten Vertrages mit Anpassungen darstellt. Die Frist sollte in Ihrem Fall also 2019 ablaufen.

      Vorfaelligkeitsentschaedigung.net

  • Mario 11. Mai 2017, 13:09

    Hallo,
    wir haben einen Baukredit über 125.000 Euro mit einer Laufzeit von 20 Jahren abgeschlossen.
    Der Kredit lässt eine jährliche Sondertilgung von 5% der Finanzierungssumme zu (6.250 Euro jährlich).
    Die Kreditsumme wurde am 19.12.2007 komplett ausbezahlt. Ab diesem Zeitpunkt wäre ja eine Kündigung mit einer Kündigungsfrist von 6 Monaten möglich. Der Restbetrag wäre dann zum 19.06.2018 fällig und der Vertrag läuft aus.
    Die Frage wäre, kann im Kalenderjahr 2018 (z.Bsp. am 02.01.2018) noch eine Sondertilgung in voller Höhe über 6.250 Euro erfolgen, oder würde die Bank nur eine Teilzahlung anerkennen, da der Vertrag nur noch ein knappes halbes Jahr läuft?

    • vorfaelligkeitsentschaedigung.net 24. Mai 2017, 12:28

      Hallo Mario,

      die Bank sollte eine Sondertilgung in voller Höhe akzeptieren.

      Vorfaelligkeitsentschaedigung.net

  • Andrea 20. Mai 2017, 7:37

    Guten Morgen.

    Wir haben ein Darlehen am 31.8.2009 komplett ausgezahlt bekommen. Festzins 25 Jahre.
    Heißt wir haben am 1.9. 2018 ein Sonderkündigungsrecht. Fällig wäre der Kredit dann 1.3.2020.
    Können wir das Sonderkündigungsrecht auch später ausüben? Z.B. am 1.11.2018 kündigen zum 1.5.2020.

    • vorfaelligkeitsentschaedigung.net 24. Mai 2017, 12:56

      Hallo Andrea,

      dies sollte in der Tat möglich sein.

      Vorfaelligkeitsentschaedigung.net

  • Ralf S. 24. Mai 2017, 9:58

    Hallo, ich habe ein kleines Problem mit meiner Bausparkasse und finde nirgend wo eine richtige Antwort auf meine Fragen. Vielleicht können Sie mir ja helfen.
    Folgendes. Ich habe am 30.09.2000 einen Bausparvertrag abgeschlossen.
    Dieser Vertrag wurde am 08.01.2008 mit günstigeren Zinskonditionen über ein Forwarddarlehen für weitere 10 Jahre verlängert. ( Darlehensangebot wurde erstellt am 08.01.2008, Darlehensangebot angenommen am 21.01.2008 mit einer Zinsfestschreibung bis 30.09.2020 ). Nun kam die Bank auf mich zu um mir ein neues Angebot zu unterbreiten da ja in absehbarer Zeit die Zinsbindungsfrist auslaufen würde.Bei dem Termin wurde immer von der festgesetzten Zinsfestschreibung gesprochen und dass ich erst zum 30.09.2020 aus den Fristen einer vorzeitigen Vertragsauflösung heraus kommen würde. Ich machte dem Mitarbeiter klar, dass ich doch schon laut Urteil des Gerichts am 21.01.2018 kündigen könnte, weil ja dann die 10 Jahresfrist abgelaufen wäre.
    Daraufhin erklärte man mir dass es sich nicht um ein Forwarddarlehen sondern um eine Prologation gehandelt hätte und ich nicht vorzeitig kündigen kann.
    Ich bin jetzt ein wenig verwirrt und verstehe nicht genau was der Unterschied zwischen einem Forwarddarlehen und einer Prologation sein soll ?
    Frage. Wann kann ich diesen Vertrag kündigen? 2018 oder erst 2020
    Vielen Dank im Voraus

    • vorfaelligkeitsentschaedigung.net 24. Mai 2017, 12:54

      Hallo Ralf,

      da es sich – wie von Ihrer Bank bestätigt – um eine Prolongation (eine Finanzierung, welche einen bereits bestehenden Vertrag mit der Bank ablösen soll) handelt, können Sie 10 Jahre nach der Vereinbarung kündigen. Das Sonderkündigungsrecht greift somit ebenfalls nach Prolongationen.

      Vorfaelligkeitsentschaedigung.net

  • wisonix 24. Mai 2017, 18:55

    Hallo und danke für das geballte Know-How!

    Wir haben im Jahr 2008 für die Finanzierung unseres Eigenheims ein sog. Annuitätendarlehen (Wohnungsbaudarlehen) bei der DSL-Bank aufgenommen. Die Festzinsperiode läuft bis 30.06.2028.
    Auf Anfrage teilte uns die DSL-Bank mit, dass die Vollauszahlung des Darlehens am 16.09.2009 (September!) erfolgt sei und somit die frühestmögliche Rückzahlung (unter Beachtung der zehnjährigen Zeitraums für eine Kündigung nach § 489 BGB und der Kündigungsfrist von 6 Monaten) zum 31.12.2019 erfolgen kann, vorausgesetzt die Kündigung geht bis zum 30.06.2019 bei der Bank ein.
    Diese Aussage wundert mich allerdings etwas, da das Darlehen erst nach verzögerter Auszahlung der letzten 2.000,- Euro am 12.04.2010 wirklich vollständig ausbezahlt worden war; kann das eine Falle sein ?
    Zum Anderen macht mich die Fristberechnung etwas stutzig: Also unter der Annahme, dass das Darlehen tatsächlich am 16.09.2009 vollständig ausgezahlt gewesen wäre, würden die 10 Jahre des BGB-Zeitraums doch wohl taggenau mit Ablauf des 16.09.2019 enden, so dass ich erst am 17.09.2019 mit einer Frist von 6 Monaten zum 17.03.2020 (ohne Vorfälligkeitsentschädigung) kündigen könnte. Ist das richtig?

    Nun habe ich noch ein anderes Problem: Laut Darlehensvertrag habe ich dich die Möglichkeit den Tilgungssatz zu ändern; der genaue Wortlaut der Vertragsziffer lautet:
    „3.3 Tilgungssatzwechsel
    Die DSL Bank räumt den Darlehensnehmern ab dem 3. Kalenderjahr nach Vollauszahlung des Darlehens die Möglichkeit ein, die Regeltilgung während des Zinsfestschreibungszeitraumes – kostenfrei – maximal zweimal zwischen 1 % p.a. und 5 % p.a. des Darlehensnominalbetrages (zuzüglich ersparter Zinsen) zu ändern.“
    Als (anfängliche) Tilgung vom Nennwert waren 1 % p.a. vereinbart; eine Änderung des Tilgungssatzes ist bis jetzt nicht erfolgt.
    Auf telefonische Anfrage bzgl. eines Tilgungssatzwechsels auf 5% p.a. hatte uns die DSL Bank einen „fiktiven Zahlungsplan“ zugesandt und wir haben nunmehr (unter Hinweis auf die v.g. Ziffer 3.3 des Vertrages) per Brief (Einschreiben) die DSL Bank (unter Bezugnahme auf ihr Schreiben) gebeten, den Tilgungssatz auf die 5% p.a. zu erhöhen.
    Daraufhin haben wir jetzt von der Bank ein Schreiben mit der Überschrift „Änderung der Tilgungsvereinbarung“ erhalten, das mit folgendem Satz beginnt: „Sehr geehrte.. beigefügt senden wir Ihnen die gewünschte Vertragsänderung mit der Bitte, die für die DSL Bank bestimmte Ausfertigung zu unterzeichnen und bis zum 31.05.2017 an uns zurückzusenden.“
    Weiter heißt es: „Wir würden uns freuen, wenn unser Angebot Ihr Interesse findet.“
    Daran anhängend folgt dann ein Vertrag mit der Überschrift „Änderung der Tilgungsvereinbarung“ und anstatt der ursprünglichen Formulierung „Festzinsperiode“ wird jetzt „Sollzinsbindungsperiode“ mit dem gleichen Enddatum ausgewiesen. Neu in dem Vertrag ist jetzt eine explizite Angabe der Vertragslauf: „Die Vertragslaufzeit beträgt 10 Jahre, 10 Monate“; dies war vorher nicht der Fall, da nur die Festzinsperiode feststand und für die Zeit nach Ablauf dieser Periode vertragliche Regelungen für die Fortsetzung der Finanzierung bestehen.
    Am Ende des Vertrages sollen wir folgendes mit unserer Unterschrift bestätigen: „Mit der Umstellung zu den v.g. Bedingungen erklären wir uns uneingeschränkt einverstanden.“

    Ich habe den Eindruck, dass die DSL Bank uns zu einer Vertragsänderung „nötigen“ möchte, die im Ergebnis die vorzeitige Kündigung nach § 489 BGB verhindern könnte. Wir wollen doch keine Vertragsveränderung, sondern lediglich die ursprünglich vereinbarte Option auf Änderung des Tilgungssatzes ausüben. Ist dafür solch eine „Änderung der Tilgungsvereinbarung“ mit der Bezeichnung „Vertragsänderung“ notwendig oder nur eine Falle ?

    Täuscht mich mein „Bauchgefühl“ oder sollte ich mich dagegen wehren (z.B. beim Ombudsmann) ?

    Viele Grüße

    • vorfaelligkeitsentschaedigung.net 31. Mai 2017, 14:38

      Hallo,

      zunächst: Eine ausführliche Beratung kann nur ein Finanzexperte bzw. Anwalt für Finanzrecht tätigen. Gemäß § 489 BGB können Sie zehn Jahre nach Vollauszahlung mit einer Frist von 6 Monaten kündigen. In Ihrem Fall können Sie somit am 11.04.2020 zum 11.10.2020 kündigen.

      Möchten Sie die Höhe des Tilgungssatzes verändern, gilt dies in der Tat als Vertragsänderung, welche im Sinne des § 489 BGB zu einem Neustart der Frist führt.

      Vorfaelligkeitsentschaedigung.net

      • wisonix 1. Juni 2017, 23:38

        Vielen Dank für die Antwort.

        Wir werden somit vorerst nicht die „Änderungsvereinbarung“ unterschreiben, auch wenn die DSL-Bank uns geschrieben hat: „Diese Änderung der Tilgungsvereinbarung hat keinerlei Einfluss auf Ihr Kündigungsrecht gemäß §489 BGB.“
        Es versteht sich von selbst, dass eine privatrechtliche Änderungsvereinbarung keinen Einfluss auf gesetzliche Rechte hat, jedoch wird vielleicht verheimlicht, dass das Kündigungsrecht dann mit einer neuen Frist gestartet wird.
        Wir werden der Bank jetzt noch mal um eine schriftliche Bestätigung bitten, dass „nach Abschluss der Änderungsvereinbarung weiterhin eine Kündigung zum 31.12.2019 (wie von der Bank schriftlich mitgeteilt) ohne Forderung einer Vorfälligkeitsentschädigung seitens der Bank möglich ist.“
        Wenn sie das nicht bestätigen, müssen wir doch von einer „Falle“ ausgehen und werden dann nur unsere Sondertilgungsrechte ausüben.

  • Oliver K. 27. Mai 2017, 11:45

    Hallo,

    ich habe im Dezember 2009 ein Forwarddarlehen abgeschlossen welches im Oktober 2011 ausgezahlt wurde.
    Meine Frage ist wann ich das Sonderkündigungsrecht in Anspruch nehmen kann ?

    Freundliche Grüße

    • vorfaelligkeitsentschaedigung.net 31. Mai 2017, 14:49

      Hallo Oliver,

      sofern es sich beim Forward-Darlehen nicht um eine Anschlussfinanzierung eines bestehenden Darlehens bei derselben Bank handelt, können Sie das Sonderkündigungsrecht im Oktober 2021 in Anspruch nehmen.

      Vorfaelligkeitsentschaedigung.net

  • Thomas L. 28. Mai 2017, 16:40

    Einen schönen guten Tag,
    mein Annuitätendarlehen wurde im November 2007 bei einer Bank (A) aufgenommen.
    Vollauszahlung des Darlehn war am 14.01.2008.
    Nun wurde der Darlehnsvertrag durch die Bank (A) am 21.08.2015 an die Bank (B) verkauft.
    Es gab hierbei keine Änderungen der Konditionen (Zinsen / Laufzeit usw.)
    Ich hatte bei dem Verkauf auch kein Mitsprachrecht!
    Hat dieser Vorgang Einfluss auf die 10 Jahresfrist?
    Wann fängt die 10 Jahresfrist an zu laufen? (14.01.2018?)
    Mit bestem Dank und freundlichen Grüßen

    • vorfaelligkeitsentschaedigung.net 31. Mai 2017, 14:48

      Hallo Thomas,

      der Verkauf sollte keinerlei Einfluss auf Ihr Sonderkündigungsrecht haben. Sie können das Darlehen nach wie vor am 15.01.2018 zum 15.07.2018 kündigen.

      Vorfaelligkeitsentschaedigung.net

  • Olaf 28. Mai 2017, 22:42

    Ich bin jetzt etwas verwirrt:

    Holle schrieb am 13. Februar 2017, 13:22:
    Wenn ein Hypothekendarlehen unverändert, also ohne Anpassung der vertraglichen Bedingungen, seit deutlich mehr als 10 Jahren läuft, kann ich also problemlos jederzeit mit sechsmonatiger Frist kündigen und zahle nach Ablauf der Frist innerhalb zwei Wochen das Darlehen ohne Vorfälligkeitsentschädigung zurück?

    Antwort: Das ist korrekt!

    Hingegen:

    Andrea schrieb am 20. Mai 2017, 7:37:
    Wir haben ein Darlehen am 31.8.2009 komplett ausgezahlt bekommen. Festzins 25 Jahre.
    Heißt wir haben am 1.9. 2018 ein Sonderkündigungsrecht. Fällig wäre der Kredit dann 1.3.2020.
    Können wir das Sonderkündigungsrecht auch später ausüben? Z.B. am 1.11.2018 kündigen zum 1.5.2020.

    Antwort von vorfaelligkeitsentschaedigung.net 24. Mai 2017, 12:56
    Hallo Andrea,
    dies ist nicht möglich, da das Sonderkündigungsrecht einen einmaligen Zeitpunkt zur Kündigung bestimmt.
    Vorfaelligkeitsentschaedigung.net

    Soweit ich das jetzt verstanden habe, ist die erste Antwort nicht richtig. Die Kündigung muss im Gegenteil genau nach 10 Jahren ausgesprochen werden. Wie ist das rein praktisch zu verstehen? Was heißt „genau nach 10 Jahren“? Es kann ja nicht gemeint sein, dass das Schreiben nur genau an einem einzigen Tag eintreffen darf, was ja praktisch nicht realisierbar ist. Was ist, wenn z.B. ein ein Kündigungs-Schreiben später (1 Tag, 1 Woche, 1 Monat, 2 Monate, 6 Monate) beim Darlehensgeber eintrifft?

    Viele Grüße
    Olaf

    • vorfaelligkeitsentschaedigung.net 31. Mai 2017, 14:47

      Hallo Olaf,

      vielen Dank für Ihre Anmerkung, wir haben unsere Angaben aktualisiert. In der Tat ist eine Kündigung ab Ablauf der Frist möglich, nicht nur an einem einzelnen Tag.

      Vorfaelligkeitsentschaedigung.net

  • Max 29. Mai 2017, 9:24

    Hallo, ich hätte eine Frage zu unserem Darlehen.
    Meine Freundin hat im Dezember 2017 zusammen mit Ihrem Mann (je 50%) einen Dahrlehensvertrag abgeschlossen.
    Auszahlung Januar 2008

    2014 kam dann die Scheidung vom Mann.
    2015 habe ich den Dahrlehensanteil des (Ex)-Manns übernommen mit gleichzeitigem Grundbucheintrag.

    Sonst wurde am Vertrag absolut nichts geändert. Alles läuft und lief weiter wie bisher. Lediglich sein Name wurde durch meinen ersetzt.
    Bedeutet das nun auch, dass der Vertrag nicht nach 10 Jahren gekündigt werden kann.
    Hätten wir damals kündigen können, als die Namensänderung gemacht wurde?

    Kann sie zumindest Ihre hälfte kündigen?
    Wäre sehr schade, da der Vertrag mit noch fast 6 % Zinsen läuft.

    Grüße
    Max

    • vorfaelligkeitsentschaedigung.net 31. Mai 2017, 14:27

      Hallo Max,

      da die Änderung keinerlei Auswirkung auf den absehbaren Zeitpunkt der Tilgung des Darlehens bedeutete, sollte die Frist nicht unterbrochen worden sein. Ein Anwalt für Finanzrecht kann Sie jedoch genau beraten, bevor Sie Schritte einleiten.

      Vorfaelligkeitsentschaedigung.net

  • Günter G. 31. Mai 2017, 7:51

    Guten Tag,
    ich möchte den Darlehensvertrag mit der DB vorzeitig ablösen. Er hat eine Laufzeit von 15 Jahren, davon haben wir 5 hinter uns. Die Menschen von der Bank rechnen ja sicher die Vorfälligkeitsentschädigung für die ganze Laufzeit. Kann ich jetzt schon zum Ablauf der 10 Jahre kündigen und hilft mir das bei der Senkung der Vorfälligkeitsentschädigung?
    Danke gg

    • vorfaelligkeitsentschaedigung.net 31. Mai 2017, 14:22

      Hallo Günter,

      in Ihrem Fall empfiehlt es sich, noch sechs Monate mit der Kündigung zu warten und die Vorfälligkeitsentschädigung ganz zu umgehen.

      Vorfaelligkeitsentschaedigung.net

  • Sven 5. Juni 2017, 15:46

    Hallo,
    unser Darlehensvertrag datiert vom 31.01.2008, Zinsbindungsfrist bis 31.01.2028.
    Der Kredit wurde am 19.12.2008 vollständig ausgezahlt.
    Vereinbart war ein Tilgungssatz von 1%.
    Im Darlehensvertag ist festgeschrieben die Möglichkeit, dass „der Darlehensnehmer zweimal innerhalb von 10 Jahren … eine kostenlose Veränderung des Tilgungssatzes veranlassen [kann]“.
    Diese Erhöhung des Tilgunssatzes (jetzt 4,8%) wurde zum 01.07.2015 mit einer „Anderung zum Darlehensvertrag“ vereinbart.
    Liegt tatsächlich mit der Tilgungssatzerhöhung eine Vertragsänderung vor, wenn diese Möglichkeit bereits im Vorhinein eingeräumt wurde?
    Wann kann eine Sonderkündigung nach 10 Jahren erfolgen, am 20.12.2018 oder erst am 02.07.2025?

    Vielen Dank für eine kurze Antwort.
    Sven.

    • vorfaelligkeitsentschaedigung.net 8. Juni 2017, 12:54

      Hallo Sven,

      die individuelle Einschätzung eines spezifischen Falles kann nur durch einen Anwalt für Finanzrecht erfolgen. In Ihrem Fall scheint es allerdings, als sei eine Kündigung gemäß § 489 BGB erst 2025 möglich.

      Vorfaelligkeitsentschaedigung.net

  • m. Andreas 7. Juni 2017, 10:23

    Meine erste Zinsbindung war 9 Jahre darauf folge eine Zinsanpassung auf 8 Jahre danach nun eine Zinsanpassung auf 10 Jahre
    meines Erachtens hat doch die Bank durch diese Verträge alles getan das ich gar nicht zu meinem Sonderkündigungsrecht von § 489 BGB nach 10 Jahren Laufzeit ohne
    Vorfälligkeitsentschädigung zu kündigen komme .

    Ist das rechtends ??

    • vorfaelligkeitsentschaedigung.net 8. Juni 2017, 12:58

      Hallo,

      in der Tat steht Ihnen kein Sonderkündigungsrecht zu, wenn die Zinsbindung weniger als zehn Jahre und sechs Monate beträgt. Selbstverständlich ist der Abschluss kürzerer Zinsbindungsfristen seitens der Bank rechtens. Sie als Verbraucher hatten Ihrer Schilderung nach die Möglichkeit, den Vertrag zunächst nach 9, dann nach 8 und nun nach 10 Jahren auslaufen zu lassen bzw. abzulösen – ohne Vorfälligkeitsentschädigung zahlen zu müssen.

      Vorfaelligkeitsentschaedigung.net

  • m.Andreas 8. Juni 2017, 13:39

    Hallo

    Ihre Antwort verstehe ich nicht so ganz den laut BGH ist eine Verlängerung oder Änderung der Zinsbindung ein neuer Vertrag und ab diesen beginnt die Frist zu laufen…
    Außer bei der Widerrufsbelehrung gilt der erste Vertrag ,ich hätte also nach den ersten 9 Jahren gar nicht kündigen können oder nach den 8 Jahren weil die Frist von diesen Verträgen an läuft nicht vom Abschluss Datum ..also ohne Vorfälligkeitsentschädigung wäre es nicht gegangen .oder liege ich da falsch
    Gruß

    • vorfaelligkeitsentschaedigung.net 14. Juni 2017, 16:47

      Hallo,

      da Sie weder einer Zinsänderung noch einer Vertragsverlängerung hätten zustimmen müssen, bestand jeweils zum Ablauf der Zinsbindungsfrist für Sie die Möglichkeit, das Darlehen regulär abzulösen und bei einer anderen Bank eine Anschlussfinanzierung aufzunehmen. Da Sie die Änderungen akzeptierten, verwirkte sich in der Tat das Sonderkündigungsrecht nach 10 Jahren bzw, startete die Frist bei jeder Änderung von Neuem.

      Vorfaelligkeitsentschaedigung.net

  • Klaus G. 10. Juni 2017, 7:49

    Hallo
    Unsere Zinsbindung ist im Mai nach 10 Jahren abgelaufen ,wir haben vor einem Jahr bereits ein Forwarddarlehn
    bei der selben Bank abgeschlossen.nun kommt ein Auszug das alles zu den alten Konditionen weiter läuft was ein Unterschied von 3 % ausmachen würde, man sagte uns in übrigen vor einem Jahr wir bräuchten uns um nix mehr kümmern.Im neuen Dahrlehn steht auch das es zur ablösung des alten ist-

    • vorfaelligkeitsentschaedigung.net 14. Juni 2017, 16:48

      Hallo Klaus,

      wenden Sie sich an einen Finanzberater bzw. einen Anwalt für Finanzrecht, welche den Fall mit all seinen Besonderheiten genau prüfen kann.

      Vorfaelligkeitsentschaedigung.net

  • albert 14. Juni 2017, 3:47

    Hallo,
    meine 10 Jahresfrist läuft am 30.09.2018 aus. Kann ich dann am 01.10.2018 die Kündigung an die Bank schicken?
    Wie formuliere ich eine solche Kündigung?

    Vielen Dank für die Antwort.
    Albert

    • vorfaelligkeitsentschaedigung.net 14. Juni 2017, 16:43

      Hallo,

      in der Tat können Sie die Kündigung zum gewünschten Zeitpunkt versenden. Bedenken Sie die sechsmonatige Kündigungsfrist. Das Kündigungsschreiben muss Ihre deutliche Kündigungsabsicht enthalten. Zudem ist anzugeben, auf welchen Kredit Sie sich beziehen (Aktenzeichen, Kontonummer) und welche Frist Sie setzen. Es empfiehlt sich zudem, um eine Bestätigung des Erhalts des Schreibens zu bitten.

      Vorfaelligkeitsentschaedigung.net

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